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Was man über Firmenkreditkarten wissen sollte

05.06.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Kreditkarten sind eine einfache und beliebte Art zu bezahlen. Firmenkreditkarten sind eine Form von Kreditkarten, die von Unternehmen beantragt werden können. Vor allem in großen, deutschen Unternehmen werden die Firmenkreditkarten immer beliebter.

Was sind Firmenkreditkarten?

Firmenkreditkarten sind Kreditkarten, die Unternehmen für ihre Mitarbeiter beantragen können. Die Zahlungskarte muss auf das Unternehmen und einen konkreten Inhaber ausgestellt werden. Alleine den Namen des Unternehmens anzugeben ist nicht möglich. Bei den Firmenkreditkarten handelt es sich meist um Charge Cards. Bei dieser Form von Kreditkarten werden die Ausgaben einmal im Monat in der gesamten Summe in Rechnung gestellt und von einem Referenzkonto abgebucht. Als Referenzkonto können Unternehmen wahlweise ein Firmenkonto oder das private Konto des Mitarbeiters angeben. Das Unternehmen kann auch mehrere Kreditkarten über ein Firmenkonto führen. Im Falle, dass die Kreditkarte über ein Firmenkonto geführt wird, werden die Betriebsausgaben auf das Privatkonto überwiesen, bevor der Kartenausgeber den Rechnungsbetrag dort abbucht. Damit wird sichergestellt, dass das Abrechnungskonto gedeckt ist und der Mitarbeiter keine Spesen auslegen muss. Firmenkreditkarte ist aber nicht gleich Firmenkreditkarte. Theoretisch lassen sich Firmenkreditkarten in zwei verschiedene Varianten unterteilen. Die erste sind die Business Credit Cards. Diese können nur in kleiner Stückzahl beantragt werden. Sie eignen sich somit für Selbstständige und kleinere Unternehmen. Die andere Variante sind die Corporate Credit Cards. Diese können in höheren Stückzahlen beantragt werden. Das bietet den Vorteil, dass Konditionen und Leistungen individuell verhandelt werden können. Daher eignet sich diese Art von Kreditkarte eher für den Einsatz in größeren Unternehmen, Non-Profit-Organisationen oder in Behörden. In der Praxis lässt sich die Grenze zwischen den unterschiedlichen Arten nicht so genau ziehen. So lassen sich mittlerweile Corporate Cards, bei ausgewählten Anbietern, bereits ab einer einzigen Karte beantragen und Business Cards sind nicht immer auf eine maximale Stückzahl begrenzt.

Welche Vorteile bieten Firmenkreditkarten?

Die Vorteile von Firmenkreditkarten zeigen sich vor allem bei großen Unternehmen und Firmen, die ihre Mitarbeiter regelmäßig auf Geschäftsreisen schicken müssen. Ein großer Vorteil ist beispielsweise, dass das Spesenmanagement vereinfacht wird. Über die Firmenkreditkarten lassen sich sämtliche, mit den Karten getätigte, geschäftliche Ausgaben fein säuberlich dokumentieren. Über das Online-Banking kann das Unternehmen einen Überblick über die Geschäftsausgaben haben. Das sorgt für vollkommene Transparenz. Die Spesenabrechnung läuft bei Kreditkarten automatisiert ab. Darüber hinaus erhalten die meisten Firmenkreditkarten ein Management-Informationssystem. So lassen sich Kostenanalysen erstellen und die Betriebsausgaben auswerten. Dadurch können Unternehmen mit Firmenkreditkarten den Verwaltungsaufwand bei Spesenabrechnungen senken. Ein anderer Vorteil, der oft beobachtet werden kann, ist der, dass die Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Das liegt daran, dass die lästigen Bargeldvorschüsse aus eigener Tasche wegfallen und der Aufwand der Spesenabrechnung gespart werden kann. Wie reguläre Kreditkarten bieten auch die Firmenkreditkarten ihrem Inhaber häufig Zusatzleistungen und Extras. Diese gibt es meist in Form von verschiedenen Reiseversicherungen, Bonusprogrammen oder der freien Nutzung von VIP-Lounges in Flughäfen.

Rechtliche Aspekte der Firmenkreditkarten

Die Haftungsfrage ist bei Kreditarten eine sehr wichtige. Wie herkömmliche Kreditkarten auch sind Firmenkreditkarten mit einem Haftungslimit ausgestattet. Im Missbrauchsfall trägt der Karteninhaber maximal einen Anteil von 50 Euro vom entstandenen Schaden. Die restlichen entstandenen Kosten werden von der kartenherausgebenden Bank getragen. Das Haftungslimit greift allerdings nicht, wenn der Kartenmissbrauch durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit entstanden ist. Privat dürfen die Firmenkreditkarten nicht genutzt werden. Im schlimmsten Fall können Mitarbeitern die Kündigung drohen, wenn sie die Firmenkreditkarte für private Zwecke nutzen. Um die Kreditkarte auch privat nutzen zu dürfen, braucht es die ausdrückliche Erlaubnis des Arbeitgebers. Bezüglich der Schufa-Abfrage sollten sich Mitarbeiter nicht allzu viele Sorgen machen. Bei einer negativen Bonität gibt es die Möglichkeit, dass das Unternehmen für die Kartenumsätze haftet. Dem ist vorausgesetzt, dass der Kreditkartenherausgeber damit einverstanden ist. So können auch Mitarbeiter mit negativer Bonität die Firmenkreditkarte benutzen.




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