VR-Bank: Neue App für Händler auf dem Markt

22.05.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Deutsche Banken und Sparkassen hatten in der vergangenen Zeit immer wieder Probleme damit auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Fintech-Start-Ups haben die traditionellen Banken in Sachen Technologie schon weit überholt. Die Volksbanken Raiffeisenbanken haben aber nun eine neue Technologie auf den Markt gebracht, die so in Deutschland bisher noch nicht verfügbar war und holen damit im Technologie-Wettlauf weit auf.

App speziell für Händler

Die Genossenschaftlichen Volksbanken Raiffeisenbanken haben nun die sogenannte „VR Pay Me“-App herausgebracht. Diese App ist die erste App, die speziell für Händler auf dem deutschen Markt entwickelt wurde. Mit dieser App können Händler und Dienstleister Kartenzahlungen per Smartphone akzeptieren. Die VR Pay Me-App ist die deutsche Alternative zu Zahlungsdienstleistern wie „SumUp“ oder „iZettle“. Vorteilhaft an der neuen Bezahllösung ist, dass sie auf der Girokarte basiert (ehemals EC-Karte). In Deutschland sind rund 110 Millionen Girokarten im Umlauf. VR Payment unterstützt allerdings auch Kreditkarten und Smartphone-Dienste wie Google Pay und Apple Pay. VR Pay Me soll Händlern und Dienstleistern einen schnellen und einfachen Einstieg in die Welt des bargeldlosen Bezahlens bieten. Die neue Bezahllösung bietet es an, dass Rechnungsbeträge direkt in der App auf dem Smartphone eingegeben werden. Die Zahlungsabwicklung erfolgt dabei über ein mobiles Terminal, welches von der VR Pay Me-App gesteuert wird. Kassenbons können per E-Mail versendet werden.

Was kann VR Pay Me?

VR Pay Me bietet Händlern die Möglichkeit sämtliche Transaktionszahlen und Umsätze in Echtzeit einzusehen. Die App zeigt außerdem an, wenn es Änderungen oder wichtige Hinweise zum bargeldlosen Zahlungsverkehr gibt. Die App beinhaltet zudem eine Schnelltastenbelegung für gängige Festbeträge und einen integrierten Taschenrechner. Diese Funktionen sollen den Händlern die Abwicklung zusätzlich erleichtern. Die App wird derzeit mit ausgewählten Händlern getestet. Der offizielle Launch ist für den 1. Juli dieses Jahrs vorgesehen. Die Applikation kann von Händlern dann im App Store oder über den Google Play Store kostenlos heruntergeladen werden. Der Händler muss zusätzlich einen Akzeptanzvertrag mit vr-pay.me abschließen. Nach Vertragsabschluss erhalten die Händler den handlichen Kartenleser, dieser ist direkt einsetzbar.

Kostenpunkt und Marktchancen

Natürlich ist ein solcher Bezahldienst nicht umsonst. VR Pay Me bietet aber zwei Preismodelle an. Für regelmäßige Nutzer gibt es ein Modell mit einem monatlichen Inklusiv-Volumen von 1.500 Euro Transaktionsumsatz zu einem festen Preis von 15,90 Euro pro Monat. Händler haben in diesem Paket alle Kartenarten enthalten. Es gibt aber auch ein Paket für den flexibleren Einsatz von VR Pay Me, hierbei entfällt die monatliche Grundgebühr. Bei diesem Modell entstehen Kosten nur bei einem tatsächlichen Umsatz über die App. Pro Transaktion bezieht sich die Gebühr hier auf 20 Cent. Je nach Kartenart werden nochmals zusätzliche Gebühren fällig. Bei Girokarten sind es zuzüglich 0,185 Prozent, bei Debitkarten zuzüglich 0,65 Prozent und bei Kreditkartenzahlungen 1,99 Prozent. Eine Etablierung des Systems in Deutschland ist relativ wahrscheinlich. VR Payment kann nämlich sowohl bei mobilen Kassenszenarien, Sonderverkaufsstellen aber auch bei Kunden vor Ort zum Einsatz kommen. Auch für kleine Händler sind damit bargeldlose Zahlungen günstig realisierbar. Im Vergleich zu Start-Ups müssen sich die Volksbanken Raiffeisenbanken zudem nicht mehr auf dem Markt etablieren. Start-Up-Unternehmen haben es oftmals schwierig sich mit neuen Innovationen auf dem Markt zu behaupten, außer sie haben ein großes Partnerunternehmen oder die richtigen Investoren.




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