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Viele Deutsche haben weiterhin kein Girokonto

21.09.2014
Bildquelle: Anatoliy Babiychuk | Dreamstime Stock Photos

Die Suche nach einem passenden Girokonto ist für fast jeden Bürger überhaupt kein Problem. Vergleichsportale für Kreditkarten und Girokonten machen es möglich, dass jeder Interessierte das ideale Konto findet. Die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen, steht jedoch nicht allen offen, das haben mehrere Studien herausgefunden. Insgesamt haben vermeintlich fast drei Millionen Deutsche kein Girokonto.

Das Girokonto für jedermann ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts, das Modell wurde bereits im letzten Jahrhundert diskutiert. Umgesetzt wurde es allerdings bislang nicht. Auch deswegen gibt es in Deutschland trotz immer besser werdenden Konto- und Kreditkartenvergleichen immer noch wenige Millionen Menschen, die kein eigenes Konto haben. In den wenigsten Fällen geht es dabei um eine ethische Ablehnung des Finanzsystems. Zwar gibt es durchaus Menschen, die überhaupt kein Girokonto wollen, manchen ist der Weg aber auch schlichtweg versperrt. Das liegt nicht zuletzt an einer rigiden Politik seitens der Banken.

Trotz Kreditkartenvergleich: Nicht jeder Kunde darf

Ein gutes Beispiel für diese Praxis ist die Ausgabe von Kreditkarten. Sei der Kreditrahmen auch noch so klein, hinterfragen Banken sofort die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers. Gefragt wird dabei nach der Schufa-Auskunft, die bei manchen Menschen auch ohne eigene Schuld negativ auffällt. Besonders Banken, die der Meinung sind, dass ihre Kreditkarten sich durch besonders gute Qualität oder ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen, sieben bei den Kunden knallhart aus. Wer sich bei einem Kreditkartenvergleich etwa für die Payback Kreditkarte von American Express entscheidet, der sollte ein gutes Einkommen mitbringen. Tests haben gezeigt, dass der Premiumanbieter sogar dann Kunden aussortiert, wenn diese noch nie mit einer Mahnung konfrontiert waren.

Selbst ohne Kredit: Die Finanzwelt lehnt ab

Deutlich schlimmer als die Ablehnung nach einem Kreditkartenvergleich ist die Situation dann, wenn Menschen gar nicht erst ein Girokonto eröffnen dürfen. So, das berichten Verbraucherschützer, bei mindestens einer Millionen Menschen in Deutschland. Obwohl sie ein reines Guthabenkonto eröffnen wollen, winken Banken bei einem stark negativen Schufa-Eintrag ab. Das allerdings verstößt gegen Gesetze, denn eine Auskunft bei der Schufa darf nur dann erfragt werden, wenn es um einen Kredit geht. Wird dieser nicht erfragt, verzichtet der Kunde also auf einen Dispokredit, sollte die Bank gar nicht bei der Schufa nachfragen dürfen. Trotzdem tun die meisten Institute das – und lehnen Menschen mit schlechter Bonität dann eiskalt ab.

Explizit nach weniger rigiden Banken suchen

Wer mit Schulden zu kämpfen hat, der muss sich oft nach einer Alternative umsehen. Das gilt sowohl für das Thema Girokonto als auch bei Kreditkarten. In einem ausgiebigen Kreditkartenvergleich lassen sich etwa auch die Anbieter herausfiltern, die es mit der Kreditwürdigkeit „lockerer sehen“. Sollte es auch dann nicht klappen, kann ein Kreditkartenvergleich eine ideale Prepaid-Kreditkarte finden. Für diese benötigen Kunden zumeist keine Bonität, denn die Kreditkarten müssen zuerst mit Geld aufgeladen werden, erst dann kann bezahlt werden. Im Prinzip handelt es sich dabei zwar um keine Kreditkarte mehr, finanzielle Freiheit bringt eine solche Plastikkarte dennoch. Auch bei Girokonten ist ein genauer Vergleich empfehlenswert. Manche Banken werben offensiv um Kunden, die bei anderen Instituten abgelehnt werden. Aber Vorsicht: Beim Vergleich sollte berücksichtigt werden, dass es ohne Bonität oftmals schlechtere Bedingungen gibt – beispielsweise die Dispozinsen oder die Kontoführungsgebühren deutlich höher sind.




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