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Verschenkte Kreditkarten bringen ehemaligen IWF-Chef in Bedrängnis

22.10.2014
Bildquelle: © Dana Rothstein | Dreamstime Stock Photos

Spanien ist weiß Gott kein Land, das sich nicht mit Bankenskandalen auskennt. Die Geschichte rund um die sogenannten „schwarzen Kreditkarten“ hat allerdings selbst die größten Befürworter der Regierung sprachlos gemacht. So mussten sich zahlreiche Spitzenbeamte über Jahre keine Sorgen um einen Kreditkartenvergleich machen, denn sie erhielten ganz einfach eine Kreditkarte mit Inklusivguthaben.

Einige Wochen nachdem der Kreditkartenskandal rund um die „schwarzen Kreditkarten“ aufgedeckt wurde, ist Rodrigo Pato, ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds und früherer Wirtschaftsminister Spaniens, in die Schusslinie der Ermittlungen geraten. Es trifft damit einen Mann, der sich in seinem Leben nie Gedanken um Finanzen, geschweige denn einen Kreditkartenvergleich machen musste. Schon früher galt es in Spanien als üblich, dass hohe Beamten ihre Kreditkarten kostenlos von Staatsbanken erhielten. Gegen diese Praxis war per se nicht viel einzuwenden, was allerdings in den 2000er-Jahren passiert ist, übersteigt die Vorstellungskraft von jedem Normalbürger, der im Kreditkartenvergleich nach dem richtigen Modell sucht.

Schmuck, Reisen und gutes Essen auf Staatskosten

Wer sich mit einem Kreditkartenvergleich beschäftigt, der merkt schnell, dass es kein perfektes Angebot gibt. Zwar sind viele Kreditkarten kostenlos, andere bieten sehr attraktive Zinskonditionen. Einen Haken gibt es zumeist trotzdem, denn auch die Banken wollen mit ihren Kreditkarten Geld verdienen. Dieses System wurde in Spanien in den letzten Jahren vollkommen ausgehebelt, denn die spanische Sparkasse Bankia hat hochrangigen Beamten, Managern und Funktionären nicht nur eine Kreditkarte ausgegeben, die überhaupt keine Nachteile hat, sondern ihnen auch noch einen exzessiven Lebensstil finanziert. Die iberische Oberschicht gönnte sich von den Kreditkarten, die sich nie im Kreditkartenvergleich behaupten mussten, ein Leben in Saus und Braus. Auf dem Programm standen teure Clubbesuche, Mode- und Schmuckkäufe sowie Reisen.

83 Spitzenfunktionäre bereichern sich mit Kreditkarten der Bankia

Insgesamt sollten 86 Personen die besonders attraktiven Kreditkarten erhalten haben. Zu Anfang lag das Limit bei 2.500 Euro, später – die Bankia war zu diesem Zeitpunkt bereits in eine finanzielle Schieflage geraten – wurde das Volumen sogar auf 6.000 Euro erhöht. Mag man sich in diesem Moment noch denken, dass doch jeder Normalbürger im Kreditkartenvergleich ein Modell findet, dass ähnliche Konditionen bietet, trügt der Schein. Das sogenannte Volumen bei den „schwarzen Kreditkarten“ mussten Spitzenpolitiker und andere Funktionäre nie zurückzahlen. Sie erhielten das Geld sozusagen von ihrem Kreditkarteninstitut. Insgesamt machten 83 Spitzenfunktionäre von dieser Praxis Gebrauch, auch der heute 65-jährige Pato gehört zu ihnen.

Millionäre, die sich keine Gedanken um Kreditkartenvergleiche machen mussten

So verstörend an der Geschichte ist aber nicht nur der Fakt, dass der Steuerzahler die Bankia schlussendlich retten musste, sondern insbesondere, dass alle Profiteure sowieso bereits viele Millionen Euro auf ihren Konten hatten. Die iberische Oberschicht, die sich vermeintlich das ganze Leben lang nicht damit beschäftigen musste, welche Kreditkarte im Kreditkartenvergleich die besten Konditionen bietet, bereicherte sich auf Kosten der Steuerzahler sogar noch mehr. Die soziale Schere wurde in den Jahren des Missbrauchs dadurch sogar noch größer. Insgesamt soll die betrügerische Masse die Bankia 15 Millionen Euro gekostet haben. Diesen Fehlbetrag mussten am Ende die Steuerzahler begleichen. Immerhin scheint die Justiz knallhart gegen die reiche Oberschicht vorzugehen. Auch dem ehemaligen IWF-Chef drohen mehrere Jahre Haft.




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