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Sparen ist nicht beliebt in Deutschland

01.03.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Sparen ist schon seit einiger Zeit nicht mehr so beliebt. Hauptgrund dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase der Europäischen Zentralbank. Sparen zahlt sich momentan für Verbraucher einfach nicht aus. Dennoch ist ein finanzielles Polster aber immer sehr ratsam. Deshalb sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie über das Sparverhalten der deutschen Verbraucher auch sehr erschreckend.

Notfallpolster

Der Wirtschaft in Deutschland geht es sehr gut, Arbeitsplätze gibt es so viele, dass diese Knappheit an Angestellten zu deutlichen Lohnanstiegen führt, aber trotzdem läuft hierzulande etwas schief. Eine aktuelle Studie der Privatbank ING Diba ermittelte nämlich, dass ein ganzes Drittel der Deutschen keine Ersparnisse hat. Sollte es zu einem Notfall kommen, haben diese Verbraucher keinen Puffer, der ihnen in einer finanziellen Notlage aushelfen könnte. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit auf dem zweiten Rang. Schlimmer geht es nur Verbrauchern aus Rumänien. Dort haben rund 37 Prozent keinerlei Ersparnisse. Kurios an diesem Ergebnis ist, dass Deutschland eine weitaus stärkere wirtschaftliche Leistung aufweist als Rumänien, aber es dennoch Parallelen im Sparverhalten gibt. Der europäische Durchschnittswert lag letztes Jahr noch bei 25 Prozent, ist aber auf 26 Prozent angestiegen.

Ergebnisse der Studie

Auch wenn 31 Prozent der Deutschen keine Ersparnisse haben und dies durchaus ein erschreckendes Ergebnis ist, so besitzen aber zwei Drittel doch ein Notfallpolster. Zudem sind 55 Prozent dieser Befragten „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit der Höhe ihrer Ersparnisse. Die Befragten der Studie, die kein finanzielles Polster haben, gaben hauptsächlich an, dass sie ein zu geringes Einkommen erzielen, um sich überhaupt ein bisschen Geld auf die Seite legen zu können. Zudem gaben 63 Prozent der Verbraucher ohne Ersparnisse an, dass ihr Geld gerade einmal so reicht, um monatlich über die Runden zu kommen. Deutsche Konsumenten gelten in der Regel als sehr diszipliniert und so gehen sie auch mit ihrem Geld um. Im Vergleich zu anderen Ländern leihen sich Deutsche daher auch relativ selten Geld von Verwandten und Freunden, auch wenn es zum Monatsende hin knapp werden sollte. Eine große Sorge deutscher Verbraucher ist vor allem ihr Ruhestand. Diese Sorge bezieht sich hauptsächlich darauf, dass aktuelle und auch die zukünftigen Rentner sich davor fürchten, weniger Geld ausgezahlt zu bekommen, als sie in die staatliche Rentenversicherung einbezahlt haben. Hintergrund dieser Sorge ist die alternde Gesellschaft, da es heute schon ein Ungleichgewicht der Generationen gibt. Mit der Zeit wird dieses zunehmen, da es weitaus weniger jüngere Verbraucher gibt als ältere. Um dieser Sorge entgegenzuwirken, investieren viele Bürger in eine private Altersversorgung. Allerdings finden 45 Prozent der Befragten trotzdem, dass der Staat für die Absicherung im Alter zuständig ist.

Niedriges Lohnniveau

Die niedrigen Lohnniveaus in Deutschland werden schon seit längerer Zeit kritisiert. Vor allem die EU-Kommission ist der Meinung, dass Deutsche zu wenig verdienen. Problematisch an dem niedrigen Lohnniveau ist, dass es dadurch zu einer schwachen Inlandsnachfrage kommt und damit auch zu hohen Exporten. Die Anhebung der niedrigen Löhne ist aber keine wirkliche Lösung. Höhere Löhne würden die Wirtschaft mit zusätzlichen Kosten belasten. Folge einer solchen Entwicklung wäre der Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen. Im Endeffekt würde dies dann wieder die Verbraucher finanziell belasten und nicht als Lösung dienen. Daher muss eine andere Lösung gefunden werden, damit die Verbraucher wieder einen Teil ihres Geldes sparen können.




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