So wird der Kontowechsel einfacher

27.01.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Viele Verbraucher haben ihr Girokonto über Jahrzehnte hinweg. Diese Art der Loyalität der Hausbank gegenüber kann allerdings sehr leicht zu einer Kostenfalle werden, da das Girokonto über die Jahre hinweg teurer werden kann. Für diesen Fall sollte überlegt werden, ob ein Wechsel des Kontos oder gar der Hausbank nicht vielleicht angebracht sein könnte.

Kontowechselhilfe

Nach einem Gesetz, dass 2016 in Kraft getreten ist, müssen bei einem Kontowechsel die alte und die neue Bank zusammen den Kontowechsel bearbeiten. Die bisherige Bank muss eine Übersicht aller Buchungen der letzten 13 Monate liefern. Die neue Bank muss alle Zahlungspartner von der neuen Kontoverbindung schriftlich unterrichten. Sollte es zu einem fehlgeschlagenen Kontowechsel kommen, haften beide Banken für entstandene Schäden. Der Kontowechsel sollte innerhalb von zwölf Geschäftstagen erledigt sein. Es gibt zahlreiche Banken, die zusätzlich auch einen digitalen Kontowechselservice anbieten. Im Ablauf ähnelt dieser sehr dem analogen Kontowechsel. Der einzige Unterschied ist, dass bei dem gesetzlich analogen zunächst ein Formular ausgefüllt werden muss. Mit dem digitalen Service sind die Banken nicht an die gesetzlichen Vorgaben gebunden.

Der Kontowechsel

Verbraucher, die über einen Kontowechsel nachdenken, sollten zunächst den aktuellen Preis ihres Kontos ermitteln. Die Höhe der monatlichen Kontoführungsgebühren ist ganz einfach aus dem Kontoauszug bei der vierteljährlichen Abrechnung abzulesen. Ein Kontowechsel ist dann ratsam, wenn für das Konto mehr als 60 Euro im Jahr oder 15 Euro im Vierteljahr bezahlt werden. Sollte festgestellt werden, dass das eigene Konto sehr teuer ist, sollte sich nach Alternativen erkundigt werden. Bevor die Hausbank komplett gewechselt wird, sollte sich bei der Bank zunächst nach einem anderen Kontomodell erkundigt werden, das günstiger ist. Wenn sich herausstellt, dass die eigene Bank keine wirklichen Alternativen anbietet, sollte über einen Bankwechsel nachgedacht werden. Bevor der Bankwechsel aber ansteht, sollte sich erstmal darüber klar gemacht werden, was von einer Bank überhaupt erwartet wird. Danach kann sich erkundigt werden, was die Banken anbieten. Bei Filialbanken kann dazu ein Termin zu einer persönlichen Beratung ausgemacht werden. Direktbanken sind in der Regel rund um die Uhr erreichbar. Bei der neuen Bank ist es wichtig, dass der Zugriff auf Bargeld kostenlos ist. Es sollte sich auch nach der Höhe von Zinsen bei Krediten erkundigt werden, da es immer wieder vorkommen kann, dass plötzlich ein Kredit benötigt wird. Die Bedingungen der neuen Bank sollten vorher genau unter die Lupe genommen werden.

Das alte Konto löschen

Beim Wechseln des Kontos kann gerne die Hilfe der Bank in Anspruch genommen werden, aber es sollte nicht alles der Bank überlassen werden. Es gibt nämlich auch bestimmte Dinge, um die sich die Bank nicht kümmern kann. Beispielsweise müssen Daueraufträge bei der alten Bank gelöscht werden und bei der neuen Bank wiedereingerichtet werden. Auch sollten die Dienstleistungen, die von der Bank übernommen werden, regelmäßig kontrolliert werden. Bis alle Zahlungspartner die neue Kontoverbindung bestätigt haben, sollte auf dem alten Girokonto Guthaben gehalten werden. Sobald alle Buchungen übertragen worden sind, kann das alte Girokonto formlos und kostenlos gekündigt werden. Das Restguthaben sollte auf das neue Konto übertragen werden. Natürlich können Verbraucher auch auf den Service des Kontowechsels verzichten und den Kontowechsel komplett selbst durchführen.




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