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Probleme mit Geldautomaten

01.06.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

In Deutschland allein gibt es über 60.000 Geldautomaten. Der Geldautomat ist die einfachste und meist genutzte Form Bargeld abzuheben. Aber wie mit allen technischen Geräten, gibt es auch bei diesen Störungen. Wie verhalten sich Verbraucher bei solchen Störungen am besten?

Was passiert, wenn der Geldautomat zu viel Bargeld herausgibt?

Es ist wohl der Traum eines jeden Bankkunden, wenn der Geldautomat mehr Geld herausgibt, als vom Kunden verlangt wurde und auch nur der geringere Betrag vom Konto abgebucht wurde. Grund für die höhere herausgegebene Summe ist meist der, dass die Geldscheine im Automaten falsch einsortiert wurden. Wie sieht aber nun die rechtliche Lage aus? Muss der Kunde das Geld zurückgeben? Grundsätzlich ist das der Fall, da sich der Kunde um die Summe ungerechtfertigt bereichert hat, da der Betrag nicht von seinem Konto abgebucht wurde. Daher hat die Bank einen Rückzahlungsanspruch nach § 812 des BGB („Wer durch die Leistung eines anderen oder in sonstiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne rechtlichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet“). Auch wenn der Kunde das Geld bereits ausgegeben hat, muss er das zu viel ausgezahlte Geld zurückerstatten. Die bloße Entgegennahme der Geldscheine ist nicht strafbar. Dies ändert sich aber dann, wenn der Kunde die Schwachstelle des Automaten gezielt ausnutzt.

Was passiert wenn der Geldautomat zu wenig Bargeld herausgibt?

Wenn ein Geldautomat weniger Geld herausgibt, als der Verbraucher verlangt hat, ist dies zunächst nur lästig. Doch wenn dann auch noch der höhere Betrag vom Konto des Verbrauchers abgebucht wurde, wird die Angelegenheit schnell sehr ärgerlich. Doch wer haftet in diesem Fall? Verbraucher brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass sie Geld verloren haben. Banken müssen nämlich bezeugen, dass ihr Automat den gewünschten Betrag herausgegeben hat und der Auszahlungsvorgang fehlerfrei war. Die Bank kann das zum Beispiel mit Unterlagen zu den Befüllungsbeträgen, den einzelnen Geldauszahlungsbeträgen auf den Journalausdrucken und den Auszählungsprotokollen der Sicherheitsfirmen beim Auffüllen der Geldautomaten tun. Dies sind alles Dokumente, die die Bank wegen Sicherungs- und Dokumentationspflichten ohnehin parat haben muss.

Was passiert, wenn das Geld im Automaten vergessen wurde?

Verbrauchern in Eile kann es schnell passieren, dass die ausgegebenen Geldscheine am Geldautomaten vergessen werden. Solange der Kunde das Geld im Geldfach des Automaten vergisst, werden die Scheine nach spätestens 30 Sekunden wieder eingezogen. Der Automat bucht das Geld automatisch wieder auf das Konto, von dem er es vorher auch abgebucht hatte. Es ist allerdings ratsam, trotzdem einem Bankmitarbeiter von dem Vorfall zu berichten. In manchen Fällen kann es nämlich passieren, dass trotz der kurzen Zeitspanne zwischen Geldausgabe und dem Einziehen des Geldautomaten, eine andere Person kommt und das Geld mitnimmt. Aus diesem Grund sollten Verbraucher eine Videoauswertung bei ihrer Bank beantragen. Mit dieser Auswertung können Kunden feststellen, was genau mit ihrem Geld geschehen ist. Das einzige Manko an dieser Sache ist, dass viele Banken für diese Dienstleistung Gebühren verlangen. Falls eine andere Person tatsächlich das vergessene Geld mitnimmt, handelt es sich um einen Diebstahl. Dieser Diebstahl sollte unbedingt bei der Polizei gemeldet werden.

Was ist zu tun, wenn der Geldautomat die Karte nicht mehr herausgibt?

Grundsätzlich zieht der Automat eine Karte nur dann ein, wenn die Karte gesperrt wurde oder die Karte abgelaufen ist und die neue bereits benutzt wurde. Wenn die Bankkarte vom Automaten eingezogen wurde, sollte auf jeden Fall die kartenausgebende Bank kontaktiert werden. Sollte der Verbraucher die Karte vergessen haben wieder mitzunehmen, kann diese bei einem zuständigen Bankmitarbeiter abgeholt werden. Dazu sollte der Kunde seinen Personalausweis parat haben. Die Karte kann allerdings nur zu den Öffnungszeiten der Bankfiliale abgeholt werden. Für den Fall, dass der Kunde aber direkt an sein Bargeld kommen muss, gibt es eine einfache Alternative zum Geldabheben mit der Girocard. Kunden können auch mit ihrer Kreditkarte Geld abheben, da die Geldautomaten Mastercard und Visa generell akzeptieren. Banken gewähren meist nur eigenen Kunden das kostenlose Geldabheben mit der Kreditkarte. Nur wenige Kartenanbieter können von sich behaupten, dass ihre Kunden wirklich beinahe überall kostenlos Geld mit ihrer Kreditkarte abheben können. Das kostenlose Geldabheben mit der Kreditkarte ist beispielsweise möglich mit der 1Plus Visa Card der Santander Bank. Bei dieser Kreditkarte werden auch die Fremdautomatenbetreibergebühren zurückerstattet.




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