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Postfinance trennt sich von allen Schweizer Auslandskunden

07.08.2015
Bildquelle: © Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

Für viele Schweizer, die im Ausland leben, wird die Finanzverwaltung mit Schweizer Produkten in Zukunft deutlich komplizierter. Dieser Trend zeichnet sich zwar bereits seit Langem ab, zuletzt hat er sich aber noch einmal verschärft. Ein gutes Beispiel dafür bietet die Postfinance. Das mit der Schweizer Post zusammenhängende Unternehmen kündigt Ende Oktober alle Kreditkarten, die von Schweizern ohne Wohnsitz in der Schweiz gehalten werden.

Kunden mit einem Wohnsitz im Ausland werden zukünftig keine Kreditkarte der Postfinance mehr im Geldbeutel haben kann. Die Bank, die man in der Schweiz im Kreditkartenvergleich oftmals findet, hat sich entschlossen, ihre Zusammenarbeit mit sogenannten „Auslandsschweizern“ zu beenden. Als Auslandsschweizer gelten dabei all die Kunden, die ihren Wohnsitz aus der Schweiz in ein anderes Land verlagert haben. Wie häufig sich diese Kunden in der Schweiz aushalten und damit tatsächlich von der Kreditkarte profitieren, scheint die Postfinance nicht zu interessieren. Sie wird zukünftig keine Kundenbeziehungen mehr mit Auslandsschweizern mehr beginnen und kündigt allen Bestandskunden bis Oktober 2015, wie der Schweizer Rundfunk in seiner Online-Ausgabe berichtet.

Risikokunden im Kreditkarten-Vergleich

Den Begriff, den die Postfinance zur Begründung ihres Schrittes verwendet, kennt man aus dem Kreditkartenvergleich bislang noch nicht. Sogenannte „Risikokunden“ seien Ausländer, die eine Schweizer Kreditkarten halten, obwohl sie ihren Wohnsitz nicht in der Schweiz. Für die Postfinance und auch andere Banken ist es in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden, Kundenbeziehungen zu Ausländern zu unterhalten. Die zunehmende Regulierung und Probleme mit Regulierungsbehörden andere Länder sorgen dafür, dass die Kosten für diese Art der Kundenbeziehungen immer weiter steigen. Für viele Banken macht eine Beziehung zu Ausländern – und dabei sogar zu Auslandsschweizern – schlichtweg keinen finanziellen Sinn mehr. Das scheint mit der Postfinance nun auch bei der ersten Großbank der Fall zu sein.

Alternativen sind schwierig zu finden

Für alle Kunden, die jetzt gekündigt wurden, haben es alles andere als einfach eine neue Schweizer Kreditkarte zu finden. Allgemein ist es im Kreditkarten Vergleich nicht gerade einfach eine Kreditkarte zu beantragen, wenn man keinen Wohnsitz im Ausstellungland hat. Vielfach ist das sogar komplett verboten, weswegen eine Beantragung nur dann Sinn ergibt, wenn man auch einen Wohnsitz im jeweiligen Land hat. In den meisten Fällen ist das auch die sinnvollste Lösung, doch wie im Falle der Auslandsschweizer existiert eben oft auch eine enge Beziehung zu einem anderen Staat. In einem solchen Fall bietet eine inländische Kreditkarte einige Vorteile – etwa weil keine Auslandseinsatzgebühr anfällt. Auch deswegen nehmen viele Schweizer ihre existierenden Kreditkarten ins Ausland mit.

Kreditkarten müssen bei Wohnsitzwechsel gekündigt werden

Auch ein bislang häufig angewendeter Trick, die Kreditkarte noch mit Schweizer Wohnsitz zu beantragen, um dann auszuwandern, wird zukünftig nicht mehr funktionieren. Zumindest bei der Postfinance hat bei einem Wohnsitzwechsel ins Ausland innerhalb von drei Monaten eine Kündigung zu erfolgen. Eine weitere Zusammenarbeit nach einem längerfristigen Wohnsitzwechsel ins Ausland ist bei der Postfinance ausgeschlossen. Ähnlich gehen auch einige andere Schweizer Banken vor, weswegen es alles andere als einfach ist, eine passende Kreditkarte zu finden, die man auch als Auslandsschweizer weiter nutzen kann. Als Alternative bleiben zukünftig womöglich nur noch Kreditkarten aus dem Land, in dem man auch tatsächlich lebt – selbst wenn das einige Nachteile mit sich bringt.




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