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Postbank erhebt Gambling-Gebühr von 2,5 Prozent

26.04.2015
Bildquelle: © Jyothi | Dreamstime Stock Photos

Nachdem bereits einige andere Kreditkartenbanken diesen Weg gegangen waren, führt nun auch die Postbank eine sogenannte „Gambling-Gebühr“ ein. Diese fällt dann an, wenn ein Kunde mit einer Kreditkarte Geld bei einem Wettanbieter, beispielsweise dem Marktführer bwin, einzahlt. Dafür fällt von nun an eine Gebühr von 2,5 Prozent des Umsatzes, mindestens aber 5 Euro an.

Die „Gambling-Gebühr“ wird in Deutschland immer mehr zum Standard. Bereits vor einigen Monaten führte die Landesbank Berlin als eines der ersten Institute in Deutschland eine solche Gebühr ein. Diese fällt dann an, wenn ein Kreditkarteninhaber mit seiner Karte Geld bei einem Anbieter von Online-Wetten einzahlt. Anbieter wie bwin erlauben bereits seit Langem eine Einzahlung per Kreditkarte für all diejenigen, die sich an Online-Wetten versuchen wollen. Von bwin wird für Einzahlungen mit Kreditkarte ebenfalls eine Gebühr im niedrigen Prozentbereich erhoben. Gemeinsam mit der „Gambling-Gebühr“, die nun auch die Postbank eingeführt hat, wird eine Einzahlung mit Kreditkarte immer unattraktiver.

Geldwäsche und Ausnutzung von Kreditkartenvorteilen

Die Gebühr für Einzahlungen bei Wettanbietern kommt bei den Banken aber nicht gerade überraschend. Schon lange stehen die Wettanbieter in der Kritik, es möglich zu machen, schnell und einfach Geld zu verschieben. Wer bei bwin Geld einzahlt, der muss nur eine einzige Wette mit dem Geld ausführen und kann sich das Geld dann wieder auszahlen lassen. Dies muss allerdings nicht auf die Kreditkarte ausbezahlt werden, die auch für die Einzahlung genutzt wurde. So entsteht die Möglichkeit, dass Kreditkarteninhaber die Wettanbieter zur Geldwäsche nutzen. Nicht zuletzt sehen einige Anbieter aus dem Kreditkartenvergleich auch noch ein anderes Problem: Wer bei einem Wettanbieter Geld einzahlt, der kann von Vorteilen wie dem Sammeln von Airline-Meilen oder Payback-Punkten profitieren. Erfolgt die Auszahlung dann auf ein anderes Konto, so können nahezu kostenlos Punkte generiert werden. Gewünscht ist das von den wenigsten Anbietern von Finanzprodukten.

Postbank folgt anderen Instituten

Die durch mehrere verschiedene Modelle aus dem Kreditkarten-Vergleich bekannte Postbank ist dabei keineswegs ein Vorreiter bei der Integration der „Gambling-Gebühr“. In den letzten Monaten haben viele andere Anbieter, darunter etwa auch die Direktbank comdirect, ebenfalls eine solche Gebühr eingeführt. Die Deutsche Bank-Tochter erhebt für Einzahlungen bei Wettanbietern eine Gebühr von 2,5 Prozent, mindestens aber fünf Euro. Damit befindet sich das Institut verglichen mit anderen Anbietern im Mittelmaß. Teuer wird es für all diejenigen, die gerne einmal online auf Sportveranstaltungen oder andere Events wetten, in Zukunft allerdings trotzdem. Immerhin ist das Produkt der Postbank auch ansonsten nicht gerade günstig. Für die Kontoführung fallen, sofern nicht jeden Monat mindestens eine Gehaltszahlung in Höhe von 1.000 Euro oder mehr eingeht, 5,90 Euro Kontoführungspauschale pro Monat an. Auch für die Standard-Kreditkarte, die nicht gerade durch ein breites Leistungsspektrum überzeugt, fällt eine vergleichsweise hohe Gebühr von 29 Euro an.

Manche Kreditkarten bieten noch kostenlose Einzahlungen

Wer der Postbank auf Grund der „Gambling-Gebühr“ den Rücken zukehren will, der findet im Kreditkarten Vergleich auch weiterhin einige Anbieter, die auf eine ähnliche Gebühr verzichten. Momentan sind Einzahlungen bei Anbietern wie bwin etwa bei der Deutschen Kreditbank (DKB) kostenlos. Auch bei einigen Premium-Kreditkarten, beispielsweise der im Kreditkarten Vergleich beliebten Miles & More-Kreditkarte, fällt keine Gebühr für Einzahlungen bei Wettanbietern an.




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