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Online-Casinos verabschieden sich von PayPal

12.01.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Glücksspiel in Deutschland wird meist in Spielbanken angeboten und ist rechtlich in den dafür vorgesehenen Etablissements auch erlaubt. In Zeiten des Internets wird Glückspiel aber auch online offeriert. Für Online-Casinos gelten nicht die gleichen Regelungen und dies kann unter anderem zu rechtlich unklaren Situationen führen.

Hart umkämpfter Markt

Online-Casinos überbieten sich gegenseitig praktisch, wenn es um die verfügbaren Zahlungsoptionen für ihre Kunden geht. Die Unternehmen wissen, dass der Markt sehr umkämpft ist und sie ihr Angebot so attraktiv wie möglich machen müssen, um neue Kunden zu gewinnen. Deshalb zählen die üblichen Zahlungsmittel wie Kreditkarte und Barüberweisung schon lange zu den möglichen Wegen zu zahlen. Manche Anbieter sind mittlerweile sogar so weit, dass sie Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum als Zahlungsmittel akzeptieren. Auch der weltweit populäre Bezahldienst PayPal gehörte bis vor Kurzem zum Repertoire der meisten Online-Casinos. PayPal wird meist zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen genutzt. Das Unternehmen hat fast 200 Millionen aktive Nutzer in über 200 Märkten. Der Online-Bezahldienst wurde 1998 gegründet und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten Zahlungsmethoden entwickelt. Deshalb ist es vor allem für viele Kunden ein Schock gewesen, als sie feststellen mussten, dass PayPal bei vielen Online-Casinos keine Zahlungsoption mehr ist.

Casinos verabschieden sich von PayPal

Es ist derzeit noch nicht genau abzusehen, wie weit der Abschied von PayPal aus den Online-Casinos reichen wird. Allerdings sind jetzt schon einige bekannte Marken betroffen. Bei „CasinoClub“, „SCasino“ und auch dem „Casino Las Vegas“, die allesamt zur GVC Holdings gehören, kann bereits nicht mehr mit PayPal gezahlt werden. Die Kunden, die nach einem Hinweis oder dergleichen suchen, werden nicht fündig. Eine Erklärung seitens des Konzerns gibt es zudem auch noch nicht. Derzeit steht nur fest, dass erstmals keine Zahlungen mit PayPal durchgeführt werden können. Deutschland ist der größte Auslandsmarkt der Konzerngruppe und deshalb muss es strikte Gründe dafür geben, dass PayPal nicht mehr als Zahlmethode verfügbar ist. Wie sich der Markt künftig entwickeln wird, bleibt somit auch mit Blick auf die Zahlungsmöglichkeiten in den Casinos spannend. Aus Sicht der Spieler wäre ein dauerhafter Verzicht auf PayPal als Zahlungsmöglichkeit jedenfalls bedauernswert.

Unklare rechtliche Situation

Ein möglicher Grund für den Rückzug von PayPal aus den Online-Casinos könnte die schwierige rechtliche Lage sein, die derzeit in Deutschland herrscht. Es ist nämlich immer noch nicht rechtlich eindeutig, wie Online-Glücksspiel hierzulande einzuordnen ist. Zwar steht im Glücksspielstaatsvertrag, dass öffentliche Glücksspiele im Internet verboten sind, allerdings finden die Casinobetreiber einen Weg dieses Gesetz zu umgehen. Die internationalen Anbieter berufen sich auf die EU-Dienstleistungsfreiheit sowie auf ihre vorhandenen Glücksspiel-Lizenzen aus europäischen Staaten. Da es momentan noch keine eindeutige Regelung für Online-Glücksspiel gibt, bewegen sich die Anbieter und ihre Partner in einem Graubereich. Daher ist es gut möglich, dass sich PayPal deshalb aus diesem Markt zurückgezogen hat.

Käuferschutz

Für eingefleischte Casinospieler kommt der Abschied von PayPal aber vielleicht gar nicht so überraschend. PayPal hatte bereits 2016 Änderungen an ihrem Service vorgenommen. Die Änderungen damals bezogen sich auf den Käuferschutz bei Glückspielanbietern. Nach den Änderungen griff dieser nämlich nicht mehr. Für Kunden bedeutet dies, dass sie im Betrugsfall ihr Geld nicht mehr zurückerhalten. Grund dafür ist, dass PayPal befürchtete, dass Spieler in den Casinos ihre Einsätze zurückfordern würden. Das Unternehmen hätte nämlich die Einsätze den Spielern zunächst erstatten müssen und dann selbst Nachforschungen durchführen müssen. PayPal konnte mit der Abschaffung des Käuferschutzes einen kostspieligen und zeitaufwendigen Prozess umgehen.




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