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Neue Chance für Paydirekt

07.10.2018
Bildquelle: www.paydirekt.de

„Made in Germany“ galt lange Zeit als ein Zeichen für Qualität. Im Jahr 2018 sieht das aber ganz anders aus, jedenfalls wenn es zu deutschen Bezahldiensten kommt. Der deutsche Bezahldienst „Paydirekt“ hat es bisher nämlich nicht geschafft sich unter den Verbrauchern zu etablieren, dabei sind diese Art von alternativen Bezahlmethoden momentan sehr beliebt.

Hilfe für Paydirekt

Die deutschen Banken wollen ihren gemeinsamen Bezahldienst Paydirekt verbessern. Der 2015 gegründete Bezahldienst der deutschen Banken und Sparkassen soll jetzt eine Finanzspritze erhalten. Bis Ende des Jahres soll ein Plan für die finanzielle Hilfestellung aufgestellt werden. Damit Paydirekt weiter auf dem Markt bestehen bleiben kann, braucht es einige Neuerungen im System selbst. Der Bezahldienst soll außerdem attraktiver vermarktet werden und der Aufbau soll benutzerfreundlicher werden. Die meisten deutschen Banken werden bei dieser Hilfestellung wohl mitziehen. Die genauen finanziellen Rahmenbedingungen sind derzeit noch nicht geklärt. Es wird noch eine Weile dauern, bis sich die Banken untereinander geeinigt haben werden, wie sie ihrem Bezahldienst unter die Arme greifen werden. Bedenken gibt es allerdings auch bei manchen Banken. Dort wird davon gesprochen den Bezahldienst komplett einzustellen, wenn er nicht so funktioniert, wie geplant. Die Zukunft von Paydirekt liegt in der Hand der Banken, wenn diese sich dazu entschließen weiter in den Bezahldienst zu investieren und ihn voranzubringen, könnte sich das im Endeffekt für Banken und Verbraucher auszahlen. Wie es aber direkt weitergehen soll, muss abgewartet werden.

Funktionsweise

Die Funktionsweise von Paydirekt ähnelt anderen mobilen Bezahldiensten. Für die Registrierung eines Kontos brauchen Verbraucher zunächst ein Girokonto bei einer der teilnehmenden Banken oder Sparkassen mit einem Onlinebanking-Zugang. Innerhalb dieses Online-Kontos kann direkt der Nutzername und ein Passwort für den Paydirekt-Account festgelegt werden. Damit ist die Registrierung auch schon beendet und der Nutzer kann das Bezahlverfahren verwenden. Wenn mit Paydirekt bezahlt werden soll, muss bei Abschluss eines Kaufs der Nutzername und das Passwort eingegeben werden. Gelegentlich wird die Zahlung mittels TAN-Abfrage geprüft. Der Unterschied zwischen Paydirekt und anderen Bezahldiensten ist, dass Paydirekt kein Drittanbieter ist. Der Bezahldienst ist eine Zusatzfunktion des Girokontos. Die Zahlung wird direkt über das Girokonto des Käufers abgewickelt und an das Konto des Händlers gesendet. Dabei werden keine Daten an Drittanbieter weitergegeben. Da das System in Deutschland betrieben wird, gilt der deutsche Datenschutz und das deutsche Bankgeheimnis. Alle Zahlungen werden auf dem Kontoauszug des Kunden, im Onlinebanking-Account und in der Paydirekt-App angezeigt.

Durchsetzungsprobleme

Bisher läuft die Durchsetzung von Paydirekt am Markt und bei den Verbrauchern eher schleppend. Knapp drei Jahre nach dem Start im Herbst 2015, haben etwa zwei Millionen Kunden den Dienst als Zusatzfunktion ihres Girokontos freigeschaltet. Diese Bilanz ist mehr als ernüchternd, da es in Deutschland theoretisch über 50 Millionen onlinefähige Bankkonten gibt. Bisher kann mit Paydirekt in circa 9.000 Online-Shops bezahlt werden. Der Hauptkonkurrent von Paydirekt ist Paypal. Das amerikanische Unternehmen wurde 1998 gegründet und zählt allein in Deutschland 20,5 Millionen Nutzer. Neben PayPal gibt es aber noch weitere Bezahldienste auf dem deutschen Markt. Paydirekt will sich von der Konkurrenz nicht einschüchtern lassen, gibt aber zu, dass die bisherige Herangehensweise des Unternehmens noch keine Früchte tragen konnte. Kritik gab es besonders daran, dass der Markteintritt von Paydirekt zu spät erfolgte. Außerdem ist das Verfahren nicht genug beworben worden von den teilnehmenden Banken und auch die Funktionsweise war zu Beginn nicht nutzergerecht.




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