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Millionenfacher Datendiebstahl bei Hotelkette

22.12.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Hackerangriffe geschehen im digitalen Zeitalter immer häufiger. Beinahe täglich werden Kundeninformationen gestohlen und für kriminelle Machenschaften verwendet. Nun ist der größte Datendiebstahl in der Geschichte bekannt geworden. Bis zu 500 Millionen Verbraucher sind potenziell von diesem Datenklau betroffen. Wie konnte es aber zu so einem großen Diebstahl kommen und welche Auswirkungen hat er auf die Betroffenen?

Hackerangriff auf Datenbanken

Das US-amerikanische Hotelunternehmen „Marriott International“ wurde 1993 in Washington D.C. gegründet und hat seitdem eine steile Erfolgsgeschichte hinter sich. Mit dieser Erfolgsgeschichte könnte es aber bald schon zu Ende gehen, da die Hotelkette Opfer eines sogenannten „Datensicherheitsvorfalls“ geworden ist. Hacker haben sich Zugriff auf die Reservierungsdatenbank der Hotelkette verschafft. Die größte Hotelkette der Welt weiß schon seit Längerem, dass Hacker versuchten sich Zugriff auf ihre Daten zu beschaffen. Bereits am 8. September dieses Jahrs wurde Marriott von einem internationalen Sicherheitstool informiert, dass jemand versucht habe, auf ihre Reservierungsdatenbank zuzugreifen. Bei Ermittlungen wurde nun aber festgestellt, dass sogar schon seit 2014 immer wieder regelmäßige unerlaubte Zugriffe auf das System der Hotelkette stattgefunden haben. Betroffen seien die Daten von bis zu 500 Millionen Kunden, die bis zum 10. September 2018 Unterkünfte über das Portal der Hotelkette gebucht haben. Marriott nutzt die Starwood-Datenbank, welche von einigen Hotelketten für Kundenreservierungen genutzt wird. Daher sind auch Kunden von „W Hotels“, „Le Méridien“ sowie „Sheraton“ betroffen. Die IT-Systeme von Starwood werden als Konsequenz nun ausgemustert, damit sich so ein Vorfall nicht wiederholen kann.

Betroffene Daten und eventuelle Folgen

Die betroffenen Daten der Kunden beinhalten Informationen wie Namen, Anschrift, Mailadressen, Telefonnummern, Reisepassnummern, Geburtsdaten und Geschlecht. Bei einigen Kunden konnten eventuell auch die Kartendaten von ihren Zahlungsmitteln entwendet worden sein, obwohl diese zweifach verschlüsselt gewesen sein sollen. Die Hotelkette selbst erklärt, dass sie den Vorfall sehr bedauert. Kunden, die eventuell von den Hackerangriffen betroffen sein könnten, wurden per E-Mail informiert. Auf der Info-Webseite von Marriott gibt es zudem auch Informationen für Betroffene. Diese Informationen beinhalten aber lediglich allgemeine Sicherheitstipps. Bisher wird hauptsächlich Kunden aus den USA, Kanada und Großbritannien geholfen. Zu Marriott gehören allerdings über 6.000 Hotels und Resorts in 122 Ländern. Die bisherige Hilfe für betroffene Kunden hält sich seitens der Hotelkette daher stark in Grenzen. Der Diebstahl dieser Daten kann unangenehme Folgen für die Betroffenen haben. Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift sind die ideale Vorlage für sogenannte „Phishing-Kampagnen“. Beim „Phishing“ geschieht ein Identitätsdiebstahl. Ziel dieser Art des Betrugs ist es, mit den erhaltenen Daten, Verbrechen zu begehen. Da es sich um einen Identitätsdiebstahl handelt, fällt das Verbrechen dann auf den unschuldigen Eigentümer der Identität zurück. Die eigentlichen Täter bleiben meist unentdeckt.

Weitere Konsequenzen des Hackerangriffs

Die Konsequenzen, die der Hackerangriff auf die Aktiensituation von Marriott haben wird, sind derzeit noch nicht genau abzuschätzen. Die Aktie der Konzernmutter ging aber bereits um einige Prozente zurück. Angriffe wie diese können erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen haben. So wurde 2013 bekannt, dass die Kassensysteme des US-amerikanischen Supermarkts „Target“ von Hackern angegriffen wurden und die Kreditkartendaten von rund 110 Millionen Kunden gestohlen wurden. Nach Bekanntgabe dieses Hackerangriffs sackten die Verkäufe von Target enorm ab, da Kunden das Vertrauen in die Supermarktkette verloren hatten und somit die Läden mieden. Ob der Hackerangriff auf Marriott ähnliche Konsequenzen ziehen könnte, bleibt derzeit abzuwarten.




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