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MasterCard plant vollständige Umrüstung auf NFC-Technologie bis 2018

29.07.2014
Bildquelle: MasterCard

NFC steht für Near Field Communication und meint im Kartenwesen kontaktloses Bezahlen an der Kasse. MasterCard sieht für Deutschland noch Entwicklungsbedarf und möchte die flächendeckende Verbreitung des Bezahlstandards vorantreiben. Alle ab dem 1. Januar 2015 aufgestellten Geräte, die MasterCards akzeptieren, sollen kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Doch auch Altgeräte möchte MasterCard schnellstmöglich aufrüsten.

MasterCard zahlt aus eigener Tasche

Sind derzeit nur etwa 30.000 Terminals mit NFC-Technologie ausgestattet, sollen in knapp vier Jahren bereits alle Kassen diesen Standard ermöglichen. Spätestens ab dem 1. Januar 2018, so das Ziel von MasterCard, sollen sämtliche Kassenterminals, die auch MasterCard Karten akzeptieren, den NFC-Standard anbieten. Finanziert wird die Umrüstung von MasterCard selbst, sodass für Händler keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ganz im Gegenteil ergeben sich für den Einzelhandel durch NFC Vorteile, die es zu nutzen gilt. Weniger Bargeld in den Kassen, schnellere Zahlungsabwicklung und demzufolge die Möglichkeit, mehr Kunden zu bedienen, dürfte bei den Händlern eher positive Erwartungen hervorrufen. Das spiegelt sich auch deren Meinungen wieder. Einer Studie des EHI Retail Institutes zufolge favorisieren rund 82 Prozent der Händler den NFC-Standard, zumindest wenn es um Mobile Payment geht. Zudem rechnen sie mit einem deutlichen Anstieg des Kreditkartenanteiles in den kommenden Jahren.

Deutschland noch in den Kinderschuhen

Dennoch, im Vergleich zu Polen oder Schweden, wo kontaktloses Bezahlen schon alltäglich ist, steht Deutschland weit hinten an. Das liegt vor allem daran, dass die Menschen hierzulande noch immer lieber Bargeld zücken, als eine Plastikkarte zum Bezahlen zu nutzen. Zwar machen bargeldlose girocard- und Lastschrifttransaktionen rund ein Drittel des deutschen Einzelhandelsumsatzes aus, in der Gesamtbetrachtung aber werden noch immer rund 85 Prozent aller Zahlvorgänge mit Münzen und Banknoten abgewickelt. Nichtsdestotrotz lässt sich ein Trend erkennen, wonach der Bargeldanteil im deutschen Einzelhandel weiter sinkt, während Zahlungskarten zulegen. 2013 wurden rund 23 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes mit girocard und Geheimnummer sowie rund 13 Prozent mit girocard und Unterschrift getätigt. Etwa 5 Prozent fielen auf Kreditkartentransaktionen.

Stetige Sensibilisierung der Menschen

MasterCard sieht in Deutschland große Chancen und enormes Entwicklungspotential. Den Menschen muss bewusster werden, dass kontaktloses Bezahlen sicherer und schneller ist als Bargeldtransaktionen. Wichtig ist, dass die NFC-Technologie in allen Kassen verfügbar gemacht wird, um die Menschen nach und nach an diesen Standard zu gewöhnen. Warum? NFC bietet viele Vorteile. Nicht zuletzt die geminderte Bargeldhaltung bei Kunden und Händler führt zu erhöhter Sicherheit und weniger Verlustrisiko.

Near Field Communication zählt zu den rasantesten Innovationen der letzten Jahre. Bezahlkarten und Smartphones werden nach und nach aufgerüstet. Nun muss der Einzelhandel nachziehen und ebenfalls NFC-Technologie standardisieren.




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