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Liberalisierung des europäischen Finanzmarkts steht bevor

17.01.2016

Wie das Handelsblatt im Dezember in seiner Printausgabe berichtet hat, plant die Europäische Union eine weitere Änderung im Finanzbereich, die für Verbraucher große Vorteile mitbringen könnte. Auch im Kreditkartenvergleich könnte es erneut einige Veränderungen geben. Es scheint, als wolle die Europäische Union beim Thema Finanzprodukte eine Menge nachholen.

Erst vor wenigen Monaten stellte die Europäische Union einen Plan vor, wie sie den Kreditkartenmarkt reformieren will. Der Eckpfeiler war dabei die Senkung der Interbankenentgelte auf nur noch 0,3 Prozent für jede Zahlung mit Kreditkarte. Konkret heißt das, dass Händler für die Annahme einer Karte aus dem Kreditkartenvergleich nur noch 0,3 Prozent Gebühren an die ausgebende Bank abführen müssen. Die Regelung ist im Dezember 2015 in Kraft getreten. Die eine oder andere Ausnahme gibt es aber noch. So müssen Händler beispielsweise auch dann weiterhin die zuvor teils hohen Gebühren bezahlen, wenn ein Verbraucher mit einer sogenannten Business-Kreditkarte einkauft. Diese Karten dürfen laut dem Gesetzgeber allerdings nur für geschäftliche Zwecke eingesetzt werden.

Nächste Reform steht in den Startlöchern

Wie im Dezember aus Kreisen der Europäischen Kommission zu hören war, steht die nächste Reform bereits in den Startlöchern. Diese soll sogar noch umfassender werden als die kleine Revolution bei Kreditkarten. So will die Europäische Union die Grenzen beim Thema Finanzen niederreißen. Innerhalb der Europäischen Union soll man schon bald keine Gebühren mehr für Abhebungen mit der Kreditkarte oder der Girokarte bezahlen. Das ist aber nur ein Teil der Reform, denn die EU will es Verbrauchern auch ermöglichen, kostenlos Finanzprodukte bei Banken aus dem EU-Ausland zu eröffnen. Konkret könnte ein Deutscher damit auch ein Konto bei einer polnischen Bank eröffnen, wenn diese bessere Konditionen bietet.

Große Chancen für Verbraucher

Sollten die Beratungen der Europäischen Kommission Früchte tragen und auch das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Idee mittragen, könnte das entscheidende Folgen für den Kreditkartenvergleich haben. Bislang können Verbraucher in Deutschland grundsätzlich eigentlich nur deutsche Finanzprodukte nutzen. Einzig über Vermittler ist es derzeit beispielsweise möglich, Geld bei einer Bank im EU-Ausland anzulegen. Bei größeren privaten Vermögen oder einer Geschäftstätigkeit im Ausland ist zwar auch dort eine normale Kontoeröffnung möglich – bislang ist das aber äußerst kompliziert. Sollte die Änderung seitens der EU kommen, würde das dagegen bedeuten, dass man beispielsweise im Kreditkarten-Vergleich einfach und unkompliziert eine Kreditkarte aus Polen beantragen kann, wenn diese attraktivere Konditionen bieten würde. Ein entscheidender Vorteil, denn wie in allen andere Bereichen würde auch hier gelten: Konkurrenz belebt das Geschäft!

Details sind bislang nicht bekannt

Bei Finanzprodukten sind die EU-Länder bislang äußerst heterogen. In manchen Ländern ist der Kreditkartenvergleich beispielsweise von entscheidender Bedeutung, in anderen dagegen kaum präsent. Das führt dazu, dass Kreditkarten in einigen Ländern deutlich weniger attraktiv sind als in anderen. An gebührenfreie Abhebungen ist in einigen Ländern beispielsweise gar nicht zu denken. Auch einen Wegfall der Jahresgebühr bei Kreditkarten gibt es nicht überall. Die Liberalisierung des Marktes hätte entsprechend große Folgen, die auch der Kreditkarten-Vergleich zu spüren bekäme. Bislang allerdings sind die Vorschläge nicht bis in Detail ausgearbeitet. Verbraucher können sich aber allemal freuen, denn die neue Regelung verspricht jede Menge Vorteile!




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