Beratung vor Bestellung

☎ 0351-64757550

(Mo-So 8-20 Uhr)

Kwitt, Venmo & Co. - Geld senden per Smartphone

08.06.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Immer und überall mobil zu sein, ist für viele junge Menschen sehr wichtig. Das gilt auch für ihre Bankgeschäfte. Mit Online-Bezahldiensten ist dies auch möglich. So können kleine Geldbeträge unter Freunden oder in der Familie mittlerweile einfach ausgetauscht werden.

Kwitt

Das Senden von Geld per Smartphone war in Deutschland bisher so geregelt, dass jede Bank ihren eigenen Dienst anbietet. Seit Ende 2016 bieten die Volks- und Raiffeisenbanken unter dem Menüpunkt „Geld senden & anfordern“ den Dienst zum mobilen Austausch von Geld in ihrer App an. Die Sparkassen haben einen ähnlichen Dienst namens „Kwitt“ seit 2016. Nach nur einem Jahr am Markt, hatte Kwitt bereits 800.000 Nutzer. Seit Februar 2018 sind die beiden Funktionen untereinander interoperabel. Das bedeutet, dass Kunden beider Banken auch untereinander Geld versenden und erhalten können. Für eine noch bessere Erfahrung für den Kunden, fusionieren die Banken nun den angebotenen Dienst. Der gemeinsame Dienst trägt den von den Sparkassen eingeführten Namen Kwitt. Ab Anfang Juni 2018 soll der Dienst für alle Kunden der Bankenketten verfügbar sein. Es sind bereits weitere Ausbauschritte der Bezahllösung geplant. So sei Kwitt grundsätzlich offen für weitere Kooperationen mit anderen Handybezahlverfahren. Dabei ist es egal, ob diese aus der Kreditwirtschaft kommen oder unabhängig von Banken sind. Das Ziel von Kwitt ist, dass möglichst alle Verbraucher die Kwitt-Zahlanwendung nutzen können. Kwitt verspricht einen schnellen und vor allem sicheren Weg Geld zu versenden und zu empfangen, so äußern sich Sprecher der Sparkasse über den Dienst.

Wie funktioniert Kwitt?

Durch die Kwitt-Funktion ist es sehr einfach unter Freunden oder auch in der Familie kleinere Geldbeträge zu verschicken. Das praktische an Kwitt ist, dass die lästige Eingabe einer IBAN komplett entfällt. Zu finden ist die Funktion in der App der eigenen Sparkasse oder Volksbank. Um Kwitt nutzen zu können, benötigt es vorher eine kurze Registrierung per SMS. Damit Geld versendet werden kann, reicht es nicht nur die App der Bank installiert zu haben. In der App muss das eigene Girokonto eingerichtet sein. Um das Kwitt-Konto eines anderen Verbrauchers nutzen zu können, muss zwischen den Verbrauchern mindestens ein eheliches oder eheähnliches Verhältnis herrschen. Ein großer Vorteil der Kwitt-Anwendung ist, dass alle Überweisungen Echtzeit-Überweisungen sind. Dies aber nur, wenn beide Kreditinstitute diese Funktion auch haben. Falls das der Fall ist, hat der Empfänger des Geldes, den Betrag innerhalb von wenigen Sekunden zu seiner Verfügung auf seinem Konto. In allen anderen Fällen dauert die Bearbeitungszeit maximal zwei Tage. Da Kwitt speziell für kleine Geldbeträge entwickelt wurde, können Beträge bis zu 30 Euro ohne TAN versendet werden. Beträge darüber hinaus benötigen eine TAN. An einem Tag können maximal 100 Euro versendet werden.

Andere digitale Bezahllösungen

Nicht nur die deutschen Banken haben den mobilen Austausch von Geld für sich entdeckt. Seit 2009 gibt es schon die amerikanische Version von Kwitt mit dem Namen „Venmo“. Venmo gehört zu dem Online-Bezahldienst PayPal. In den Vereinigten Staaten hat Venmo bereits Kultstatus erreicht. Unter den Nutzern des Dienstes, hauptsächlich Verbraucher unter 30 Jahren, hat sich der Dienst sogar als Verb durchgesetzt. Sätze wie „I'll Venmo you back later“ (zu deutsch: „Ich Venmo dir das Geld später zurück“) gehören mittlerweile zum ganz normalen Sprachgebrauch. Die Funktionen von Venmo sind in etwa die gleichen, wie bei der deutschen Variante Kwitt. Andere beliebte amerikanische Alternativen sind „Square Cash“ und das „Google Wallet“. Der deutsche Start vom Google Wallet wird bereits von vielen Verbrauchern sehnsüchtig erwartet.




Weitere Neuigkeiten gibt es unter "Kreditkartennews".


Werfen Sie auch einen Blick in den großen Kreditkartenvergleich.


Deutschland-Kreditkarte