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Schäden durch Kartenfälschungen deutlich gesunken

30.07.2014
Kartenbetrug rückläufigBildquelle: ©Andriy Petrenko | Dreamstime.com

Die Verbreitung der EMV-Technologie bei girocards zeigt immer mehr Wirkung. Wie EURO Kartensysteme jetzt im Rahmen der Debit-Statistik feststellte, sanken die Schäden mit Kartenfälschungen im Ausland im ersten Halbjahr 2014 deutlich. Diesen erfreulichen Trend haben wir aber nicht nur dem EMV-Standard sondern weiteren Gründen zu verdanken.

Betrüger hatten in den vergangenen Jahren fast schon ein leichtes Spiel, an fremde Kartendaten zu kommen und damit Gelder an Automaten zu verfügen. Die Schadensfälle summierten sich von Jahr zu Jahr auf mehrere Millionen Euro. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde die EMV-Technologie entwickelt. Statt persönliche Daten auf einem Magnetstreifen zu speichern, werden auf den Plastikkarten Chips implementiert, die in der Lage sind, alle Daten mittels technischer Verfahren zu verschlüsseln und damit vor Duplizierung oder Veränderung zu schützen. In den letzten drei Jahren erfuhr diese Technologie einen regelrechten Boom. Immer mehr europäische und außereuropäische Länder gehen weg vom Magnetstreifen oder anderen überholten Sicherheitsmechanismen hin zum EMV-Standard.

Deutlicher Rückgang der Brutto-Schäden

Diese Sicherheitsumrüstung macht sich auch in Zahlen der Betrugsfälle sichtbar. Laut aktueller Debit-Statistik der EURO Kartensysteme sanken die Brutto-Schäden von genutzten Kartenfälschungen im Ausland im ersten Halbjahr 2014 (Januar bis Juni) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent auf rund 1.4 Millionen Euro. Vor allem in Brasilien, Sri Lanka, Indonesien, Indien und teilweise in den USA konnten Schadensfälle ausgemacht werden.

Sicherheitsmechanismen immer ausgeklügelter

Doch nicht nur der EMV-Chip, auch andere Kriterien spielen beim Rückgang der Betrugsschäden eine große Rolle. Neben der stetigen Sensibilisierung der Verbraucher, achtsamer und aufmerksamer mit der eigenen girocard umzugehen, zählen andere Sicherheitsverfahren zu den beeinflussenden Faktoren, darunter Geoblocking und Auslandslimit-Steuerung.

Kartennutzung mit Geoblocking selbst steuern

Mit Geoblocking hat der Karteninhaber selbst die Möglichkeit, festzulegen, in welchen Ländern seine girocard genutzt werden darf. Während europäische Länder in der Regel freigeschaltet sind, können Nutzer außereuropäische Gebiete sperren. Betrüger, die in einem gesperrten Land mit der Karte oder den gefälschten Kartendaten verfügen möchten, haben keine Chance. Wichtig ist, dass man vor Antritt einer Reise in ein solches Land bei seiner Hausbank prüfen lässt, ob man mit seiner Karte dort verfügen und zahlen kann. Die Freischaltung kann oftmals schon telefonisch oder im Onlinebanking erfolgen.

Limit nicht zu hoch wählen

Neben Geoblocking spielt auch die Limitsteuerung eine enorme Rolle. Banken schränken das Limit der Kartenverfügungen oder Zahlungen vor allem im außereuropäischen, aber auch im europäischen Ausland ein. Sollte es zu Kartenbetrug kommen, können die Betrüger zumindest nicht das komplette Konto abräumen. Die Limits für Verfügungen im Ausland können seitens des Karteninhabers ebenfalls individuell angepasst werden.

Skimming lohnt nicht mehr

Besonders erwähnenswert ist auch der Rückgang der Skimming-Fälle, bei denen Betrüger Geldautomaten manipulieren, um an fremde Kartendaten zu kommen. Im ersten Halbjahr 2014 wurden nur noch 84 der rund 60.000 deutschen Automaten technisch verändert. Auch im Ausland sank die Zahl der Skimming-Fälle, bei denen Deutsche betroffen waren, von 312 im Vorjahreszeitraum auf 183 im ersten Halbjahr dieses Jahres.




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