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Interessantes und Wissenswertes zum Thema Direktbanken

20.04.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und das wirkt sich auch auf den Bankensektor aus. Die Prioritäten der Kunden ändern sich und es ist ihnen wichtig sich auf elektronischem Weg über ihre Finanzen zu informieren und sich beraten zu lassen. Das Konzept der Direktbanken ist für Kunden, mit diesen bestimmten Prioritäten, die perfekte Alternative zu den herkömmlichen Filialbanken.

Was ist eine Direktbank?

Eine Direktbank ist ein Kreditinstitut. Das besondere an Direktbanken ist, dass sie ihre Bankgeschäfte ohne ein eigenes Filialnetz betreiben können. Sie benötigen auch keinen persönlichen Kontakt zu ihren Kunden. Gegenüber Filialbanken weisen Direktbanken deutliche Kostenvorteile auf. Diese Kostenvorteile verbessern die Wettbewerbsfähigkeit der Direktbanken. Dies ist möglich, da Direktbanken eine deutlich geringere Personalkapazität benötigen. Sie brauchen nur knapp 1/3 des Personals von Filialbanken. Auch sind die Materialkosten der Direktbanken um einiges niedriger, da die Kosten einer herkömmlichen Filiale (Betriebs- und Geschäftsausstattung) wegfallen. Das Wegfallen dieser Kosten macht es Direktbanken möglich, ihren Kunden günstigere Bankgebühren oder Zinsen anzubieten. In der Bankenstatistik der Deutschen Bundesbank werden Direktbanken im Aggregat „Regionalbanken und sonstige Kreditinstitute“ angeführt. Das bedeutet, dass Direktbanken zu den „Universalbanken“ zählen. Sie zählen zu den Universalbanken, weil sie Privathaushalten hoch standardisierte und einfach strukturierte Bankgeschäfte anbieten. Zu diesen Bankgeschäften gehören Geldanlagen, wie Tagesgeld, Termingeld oder Spareinlagen, Girokonten, Kreditkarten, Konsumkredite, Dispositionskredite, Zahlungsverkehr und das Wertpapiergeschäft. Die besondere Stärke der Direktbanken ist die konsequente Kundenzentrierung.

Kontaktaufnahme

Die Kontaktaufnahme ist bei Instituten wie Banken ein großer und entscheidender Faktor. Es gibt bei der Kontaktaufnahme verschiedene Formen. Allgemein wird zwischen drei Kontaktformen unterschieden. Die erste Form ist der persönliche Kontakt. Hierbei findet ein persönliches Gespräch zwischen Bankmitarbeiter und Bankkunden statt. Beispiele hierfür sind die Finanzberatung oder Anlageberatung bei Filialbanken. Die zweite Form der Kontaktaufnahme ist der semipersönliche Kontakt. Dieser erfolgt durch Telefon oder Mobiltelefon. Die dritte und letzte Form der Kontaktaufnahme ist der unpersönliche Kontakt. Der unpersönliche Kontakt findet durch Brief, Telefax, E-Mail oder Electronic Banking statt. Semipersönlicher und unpersönlicher Kontakt findet immer durch Fernkommunikationsmittel statt. Direktbanken ist es, im Vergleich zu Filialbanken, nur möglich Kontakt zu ihren Kunden über Fernkommunikation aufzunehmen. Die Nutzung dieses besonderen Vertriebswegs nennt sich „Direct Banking“. In einigen Fällen bieten auch Filialbanken diesen Vertriebsweg an. Außerdem bieten Filialbanken auch sehr häufig Onlinebanking an, aber für Anlage- oder Kreditberatung müssen Kunden trotzdem in die Filiale kommen.

Unterschied von Direktbanken und Filialbanken

Der Unterschied, der direkt auffällt, zwischen den beiden Instituten, ist natürlich der Kontakt zu den Kunden. Während Filialbanken meist auf persönliche Beratung und Betreuung setzen, benötigen Direktbanken nicht den direkten Kontakt zum Kunden. Der Grund warum die meisten Kunden von Filialbanken zu Direktbanken wechseln, ist der große Preisunterschied. Vor allem sind die Kontoführungsgebühren bei den Direktbanken meist deutlich günstiger als bei Filialbanken. Ein weiterer Grund für den Wechsel ist auch die Anfahrtszeit und die Anfahrtskosten. Diese fallen bei Direktbanken beispielsweise komplett weg und der Kunde spart sich die Zeit und das Geld. Ein weiterer Unterschied sind die Öffnungszeiten und Ansprechzeiten. Bei Filialbanken müssen sich Kunden an die Öffnungszeiten des Bankhauses halten und diese sind oft sehr begrenzt. Bei Direktbanken gibt es auch bestimmte Zeiten in denen die Ansprechpartner erreicht werden können, aber dieses Zeitfenster ist größer. Ansprechpartner von Direktbanken können in den meisten Fällen sogar an Wochenenden erreicht werden. Ein anderer Grund für einen Wechsel von einer Filialbank zu einer Direktbank kann auch die Unzufriedenheit der Leistungen der Hausbank sein.

Ausblick in die Zukunft

Das Wachstum des Marktanteils der Direktbanken in den letzten Jahren kann von niemandem bestritten werden. Derzeit liegen 14 Prozent aller Einlagen von Privatkunden bei Direktbanken. Studien zufolge wird sich die Zahl der Kunden bei Direktbanken bis zum Jahr 2020 auf 22 Millionen erhöhen. Dies wäre ein Zuwachs von knapp vier Millionen Kunden pro Jahr oder rund fünf Prozent. Seit 2016 zieht das Wachstum der Direktbanken an. Vor allem in Zeiten von Niedrigzinsen und der Digitalisierung behaupten sich die Direktbanken. Das Erfolgsgeheimnis der Direktbanken ist, dass sie in den vergangenen Jahren stark in Informationstechnik (kurz: IT) und Service investiert haben. Außerdem konnten sie erfolgreich Kosten senken und die Abhängigkeit vom Einlagengeschäft verringern. Von den Leistungen her sind Filialbanken und Direktbanken auf Augenhöhe. Es kommt schließlich eher darauf an, was dem Verbraucher wichtiger ist an einem Kreditinstitut. Dem Kunden muss klar sein, dass er, egal für welche Bankvariante er sich entscheidet, immer gewisse Abstriche machen muss.




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