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In Japan ticken die Uhren, was das Bezahlen angeht, anders

11.05.2015
Bildquelle: © Photoeuphoria | Dreamstime Stock Photos

In Deutschland ist es der Kreditkartenvergleich, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. In anderen Ländern dagegen gelingt es anderen Produkten, sich immer größere Marktanteile zu erkämpfen. In Japan beispielsweise dominieren bereits seit Jahren alternative Bezahlsysteme, die das Bargeld immer weiter verdrängen. Kreditkarten spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Die Süddeutsche Zeitung hat sich in ihrer Onlineausgabe einem interessanten Phänomen angenommen. Während in Deutschland, Europa und den USA Kreditkarten aus dem Kreditkartenvergleich schon immer die erste Geige gespielt haben (USA) oder gerade stark im Kommen sind (Europa), ticken die Zeiger in Asien anders. Ein gutes Beispiel dafür ist Japan. Hier dominieren ganz andere Systeme. Sie heißen „Pasmo“ und „Suica“ und werden von vielen Millionen Menschen benutzt. Grundlage ist bei der modernen Zahlung die Near Field Technology (NFC), die auch bei kontaktlosen Kreditkartenzahlungen verwendet wird. In Japan wird diese Technik schon seit 2003 verwendet und ist aus dem Leben der meisten Japaner nicht mehr wegzudenken.

Schnelles Bezahlen mit Pasmo und Suica

Die Pasmo-Karte ist nicht ganz so alt. Sie wurde 2007 von den Privatbahnen und der U-Bahn Tokio eingeführt, um Fahrten mit den Verkehrsmitteln zu vereinfachen. Heute wird das System von 25 Millionen Menschen im ganzen Land genutzt. Während anfänglich ausschließlich Fahrkarten mit der Pasmo-Karte gekauft werden konnten, hat sich das System bis heute mehrfach gewandelt. Gleich geblieben ist die einfache Verwendung. Die Pasmo-Karte erwirbt man an einem Fahrkartenautomaten und kann sie dort auch wieder mit Beträgen von bis zu 5.000 Yen aufladen. Danach muss man die Karte nur noch in kurzem Abstand zum Scanner, zum Beispiel beim Eingang zur U-Bahn halten, und schon wird Guthaben abgezogen. Doch das System beschränkt sich längst nicht mehr auf Bahnen. Mit Pasmo kann man heute fast überall in Tokio bezahlen, also beispielsweise auch bei Kiosks und anderen Geschäften.

80 Prozent der Bahnfahrten werden elektronisch bezahlt

Die Suica-Karte ist sozusagen die große Schwester der Pasmo-Karte und existiert auf dem Papier schon seit 2001. Verwendet wird die Technik, die von Japan Rail (JR) eingeführt wurde, allerdings erst seit 2003. Seitdem hat das Modell, das ebenfalls längst nicht mehr nur für den Kauf von Fahrkarten benutzt werden kann, einen unglaublichen Siegeszug angetreten. In Japan werden mittlerweile 80 Prozent aller Bahnfahrkarten elektronisch gekauft – das Bargeld wurde mehr oder weniger verdrängt. Wie enorm der Erfolg von Suica und Pasmo ist, zeigt sich auch daran, dass die Japaner traditionell mit Bargeld bezahlen. Der Kreditkarten-Vergleich konnte sich in Japan beispielsweise nie wirklich durchsetzen. Nur wenige Menschen entscheiden sich in der einst größten Volkswirtschaft Asiens für eine Kreditkarte oder ähnliche Produkte. Suica und Pasmo scheinen gewonnen zu haben.

Kreditkarten in Europe auf dem Vormarsch

Dass sich verschiedene Märkte deutlich unterscheiden, zeigt ein Vergleich mit Europa. Hier entscheiden sich immer mehr Menschen im Kreditkarten-Vergleich für eines der vielen interessanten Modelle. Wie in den USA, wo Kreditkarten traditionell eine hohe Bedeutung haben, verdrängen Plastikkarten nach und nach das Bargeld. In Deutschland gibt es dahingehend noch jede Menge Nachholbedarf. Karten wie Suica oder Pasmo, die beide auf einer Chip-Technologie von Sony beruhen, werden Kreditkarten in Europe aber wohl kaum verdrängen können, denn auch Kreditkarten machen all das, was Suica und Pasmo bieten, möglich.




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