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fluege.de wird vor Gericht erneut abgestraft

22.06.2015
Bildquelle: © Clarita | Dreamstime Stock Photos

Wer sich mit dem Kreditkartenvergleich beschäftigt, der ist in der Vergangenheit sicherlich auch bereits mit der fluege.de MasterCard in Kontakt gekommen. Der Branding-Partner dieser Karte, das Buchungsportal.de, steht momentan erneut in der Kritik. Das kommt nicht das erste Mal vor, denn fluege.de muss sich bereits seit einigen Monaten immer wieder aufflammenden Diskussionen über Geschäftspraktiken herumschlagen.

Der Kreditkarten-Vergleich bringt Jahr für Jahr wieder neue, spezielle Modelle ans Licht. So etwa vor wenigen Jahren die fluege.de MasterCard Gold. Gemeinsam mit der Advanzia Bank hat die Unister GmbH diese Kreditkarte ausgegeben und auf ihrer Website zusätzlich zu Flugbuchungen angeboten. Nachdem gesetzlich festgelegt wurde, dass Flugbuchungsportale ein kostenloses Zahlungsmittel anbieten müssen, erfreute sich die fluege.de MasterCard Gold im Kreditkartenvergleich auf einmal einer besonders großen Aufmerksamkeit. Fluege.de hatte die eigene Kreditkarte als einziges gebührenfreies Zahlungsmittel angeboten. Wer bei seiner Flugbuchung nicht draufzahlen wollte, musste die Karte wohl oder übel beantragen. Mittlerweile, ein weiteres Urteil folgte, gibt es je nach Einstieg über eine ausgesuchte Meta-Suchmaschine (z.B. swoodoo.com oder tripadvisor.com) ein zusätzliches kostenfreies Zahlungsmittel.

Fluege.de wird mit weiterem Urteil abgestraft

Die Unister GmbH kommt allerdings nicht zur Ruhe. Das Landgericht Leipzig hat die Firma nun in einem anderen Fall verurteilt. Die Unister GmbH hatte über ihr Flugbuchungsportal fluege.de verschiedene Zahlungsarten, teilweise mit Gebühr, angeboten. Entschieden sich Kunden für die Zahlung mit Kreditkarte oder Lastschrift, so erhielten sie kurze Zeit später ein Schreiben, in dem sie aufgefordert werden, die Buchung mit einer anderen Zahlungsart zu finalisieren. Als Möglichkeiten wurden darin die Zahlung per Überweisung und eine Bareinzahlung auf ein entsprechendes Konto der Aeruni GmbH, einer Tochter der Unister GmbH, durchzuführen. Die Richter aus Leipzig sahen das als unzulässig an.

Kunden fühlen sich betrogen

Zum Urteil kam es, weil sich zahlreiche Betroffene an die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gewendet hatten. Diese hatte dann Klage erhoben und die Geschäftspraktiken von Unister an den Pranger gestellt. Die Firma selbst, deren wichtigstes Portal mittlerweile von der Tochter Unister Travel und nicht mehr von der Unister GmbH verwaltet wird, wäscht die eigenen Hände aber in Unschuld. Es habe sich um Maßnahmen der „Fraud Protection“ gehandelt, so Unister. Ein Logarithmus untersuche Unstimmigkeiten bei der Zahlung, um gegen Betrugsfälle vorzugehen. Kommt es dazu, dass der automatische Logarithmus Alarm schlägt, werden die Kunden informiert. Eine alternative Bezahlungsmöglichkeit mag rechtlich noch in Ordnung sein. Die Richter kritisierten aber insbesondere, dass fluege.de die Kunden aufforderte, entweder bar oder per Überweisung zu bezahlen und gleichzeitig drohte, bei einem Ausbleiben der Zahlung ein Entgelt von 50 bis 100 Euro in Rechnung zu stellen. Eine kostenfreie Stornierung hätte zu diesem Zeitpunkt angeboten werden müssen.

Alternative Anbieter eignen sich besser

Wenngleich das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, so ist der Ruf von fluege.de ein weiteres Mal ramponiert. Wer eine Karte aus dem Kreditkartenvergleich im Geldbeutel hat, die nicht dem Flugbuchungsportal zuzuordnen ist, sollte lieber bei einem anderen Anbieter buchen. Bei fluege.de sind die Gebühren für normale Karten aus dem Kreditkarten Vergleich enorm hoch und entsprechen teilweise bis zu 50 Prozent des Flugpreises. Dass Verbraucherschützer hier Alarm schlagen und fluege.de die Urteile förmlich um den Kopf fliegen, überrascht nicht.




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