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Diners Club-Kreditkarten verlieren immer mehr an Bedeutung

10.10.2014

Im Kreditkartenvergleich geht es zumeist um relativ günstige, gemeinhin sogar kostenlose Modelle. Möglich ist allerdings auch ein Vergleich nach Leistungen. Bei eben jenem tauchte in den letzten Jahren durchaus hin und wieder die Diners Club-Kreditkarte recht weit oben auf. Damit ist seit dem 31. März allerdings Schluss, denn die bislang existierende Kreditkarte wird nicht mehr ausgegeben.

Ein wenig überraschend kam die Ankündigung doch: Anfang des Jahres wurden spontan alle Inhaber einer deutschen Diners Club-Kreditkarte gekündigt. Die Diners Club Kreditkarten GmbH, so das Schreiben, gebe das Geschäftsfeld an einem österreichischen Partner ab und ziehe sich aus dem Kreditkartengeschäft zurück. Konkret bedeutet das: Diners Club-Kreditkarten nach dem alten Muster wird es in Deutschland nicht mehr geben. Interessierte müssen deswegen noch lange nicht auf die exklusiven Kreditkarten verzichten, die Konditionen bei der DC Bank aus Österreich sind allerdings deutlich schlechter. Insbesondere Vielflieger zeigen sich erzürnt.

Exklusiver Anbieter mit besonderen Leistungen

Im Kreditkartenvergleich fielen die Modelle von Diners Club zumeist dadurch auf, dass sie mit einer hohen Jahresgebühr daherkamen. Dafür gab es allerdings einige exklusive Services, wie immer verfügbare Hotlines oder den beliebten Lounge-Zugang für Menschen, die viel Zeit am Flughafen verbringen. All diese Vorteile waren bei der deutschen Diners Club-Kreditkarte nicht an einem Mindestumsatz gebunden, zudem gab es kein wirkliches Kreditkartenlimit. Wer eine Kreditkarte von Diners Club hatte, der konnte grundsätzlich so viel Geld ausgegeben, wie er wollte. Dadurch hatten die Kreditkarten einen Vorteil, der im Kreditkartenvergleich nicht auftaucht: Ein Leben ohne Limits.

Neue Bedingungen deutlich schlechter

Der exklusive Ruf der Diners Club-Kreditkarten ist in den letzten Jahren zwar bereits deutlich verblasst, dennoch galten die Vorzüge in Deutschland bis zuletzt als sehr reizvoll. Seitdem die Diners Club Deutschlands GmbH allerdings ihr Geschäft eingestellt hat, lohnt sich eine Beantragung der Kreditkarte kaum mehr. Im Kreditkartenvergleich wird deutlich: Die Karte ist deutlich zu teuer in Anbetracht dessen, dass die Leistungen deutlich schlechter sind. Das zeigt sich etwa bei den Lounge-Zugängen. Bislang waren diese unbegrenzt, mit der Karte aus Österreich gibt es nur noch maximal zwölf im Jahr – und sogar diese gibt es nur dann, wenn ein gewisser Mindestumsatz erreicht wird.

Diners Club auf dem absteigenden Ast

Was früher eine Premiumkreditkarte in jedem Kreditkartenvergleich in allen Herrenländern war, ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Diners Club-Kreditkarten werden nur noch an wenige Kunden ausgegeben, der jährliche Umsatz beträgt jährlich nur noch 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Bruchteil dessen, was etwa American Express, Visa oder MasterCard jedes Jahr umsetzen. Zudem muss Diners Club international damit kämpfen, dass immer weniger Stellen die Kreditkarten akzeptieren. Deshalb wurde zuletzt auch eine Kooperation mit MasterCard geschlossen.

Fragliche Zukunft von Diners Club

So können Kreditkarten von Diners Club mittlerweile auch an MasterCard-Annahmestellen eingesetzt werden. Eine Rückkehr auf die vorderen Plätze im Kreditkartenvergleich ist deswegen allerdings weder in Deutschland noch in einem anderen Land der Welt zu erwarten. Dafür haben sich die Konditionen der Kreditkarten des ältesten Kreditkartenanbieters der Welt einfach zu sehr verschlechtert. Ob Diners Club überhaupt noch eine Zukunft hat, schien zuletzt sogar der bisherigen Besitzer, die Citibank, zu bezweifeln. Sie hat die Kreditkartenfirma zuletzt an einen kanadischen Konkurrenten abgestoßen.




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