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Die Schufa-Panne – Was ist passiert?

19.05.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Die Schufa ist von vielen Verbrauchern gefürchtet und hat schon oft für Ärgernisse gesorgt. Die Schufa entscheidet nämlich, ob Verbraucher eine Kreditkarte, eine Finanzierung oder auch die neue Mietwohnung bekommen. Wie sich jetzt herausstellt, hat die Schufa manchen Verbrauchern, zu Unrecht, eine negative Bonität zugeordnet.

Verwechslung mit Folgen

Einer Verbraucherin ist es tatsächlich passiert, dass die Schufa sie mit einer anderen Frau verwechselt hatte. Im ersten Moment hört sich diese Verwechselung nur nach einem Versehen an, welches einfach aus der Welt geschafft werden kann. In der Realität sieht dies aber anders aus. Der Verbraucherin ist die Verwechslung erst aufgefallen, als sie Mahnungen für Rechnungen bekam, die sie selbst nicht verursacht hatte. Nach Anforderung ihres Schufa-Scores wurden ihre schlimmsten Befürchtungen wahr. Die Verwechslung erbrachte der Verbraucherin 29 Einträge, von denen sie selbst keine verursacht hatte. Darunter waren Einträge über Schulden und nicht bezahlte Kredite. Dabei fanden sich Beträge von wenigen Hundert Euro bis hin zu knapp 46.000 Euro. Damit ihre Daten richtig gestellt werden, kontaktierte die Verbraucherin umgehend die Schufa. Diese brauchte aber einige Wochen, um die Fehler zu beheben und entschuldigte sich für den Vorfall. Daraufhin hatte die Verbraucherin 2 Jahre lang Ruhe. Doch vor wenigen Wochen wiederholte sich die Geschichte. Von dem Konto der Verbraucherin wurden 600 Euro als Pfändungsbetrag abgebucht. Eine andere Auskunftei hatte diesmal den Namen der Verbraucherin verwechselt. Auch in diesem Fall muss die Verbraucherin die Verwechslung wieder selbst berichtigen.

Wie kann so eine Panne passieren?

Es kommt immer wieder vor, dass die Schufa Verbraucher miteinander verwechselt. Die Kreditwürdigkeit der Betroffenen wird dadurch unter Umständen „fälschlich negativ bewertet“. Diese negative Bewertung kann drastische Folgen für die Betroffenen haben. Die Bonität entscheidet in vielen Fällen über eine Zusage oder Absage in Finanzierungsangelegenheiten. Beispielsweise kann eine Wohnung meist nur mit einer guten Bonität gemietet werden. Aber auch andere geschäftliche Tätigkeiten können mit schlechter Bonität nicht ausgeführt werden. Kredite werden auch von der Bonität beeinflusst. Der Score der Schufa legt fest, wie hoch die Zinsen für einen Kredit sind. Je niedriger der Score, desto höher die Zinsen. Laut Schufa geschehen solche Pannen aufgrund der „manuellen Bearbeitung“. Mitarbeiter sind nämlich dafür verantwortlich, dass der Bonitätsscore festgelegt wird. Hinweise werden von den Mitarbeitern manuell ausgewertet. Aus der gesammelten Datenmenge entsteht schließlich der Score. Dieser gibt dann die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers an. Verbraucher erhalten negative Schufabewertungen, wenn sie Rechnungen nicht begleichen, im Zahlungsrückstand sind oder in die Insolvenz abrutschen.

Wie erfahren Verbraucher, ob sie auch Opfer dieser Panne geworden sind?

Verbraucher können erfahren, ob sie Opfer einer solchen Panne geworden sind, indem sie ihren Score abfragen lassen. Die Schufa lässt Verbraucher einmal im Jahr ihren Score kostenlos abfragen. Jedes weitere Mal im gleichen Jahr kostet Geld. Um den Score abfragen zu können, benötigen Verbraucher nur das entsprechende Formular, welches frei aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Sobald der Bescheid beim Verbraucher angekommen ist, sollte jeder Eintrag sorgfältig überprüft werden. Liegt ein Fehler vor, sollte die Schufa umgehend kontaktiert werden, damit der Fehler gemeldet und korrigiert werden kann. Die Schufa verlässt sich bei der Ermittlung des Scores auf ihre Vertragspartner. Diese übermitteln die benötigten Daten für den Score. Dabei kann es vorkommen, dass die Vertragspartner falsche Daten übermitteln. Dies kann wiederum die falschen, negativen Bewertungen zur Folge haben. Verbraucher müssen deshalb ihre Daten regelmäßig selbst überprüfen und im Zweifelsfall auch selbst richtig stellen. Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass es in der Regel bis zu drei Jahre dauern kann, bis eine Mahnung komplett aus dem Score verschwindet. Daher sollten falsche Bewertungen unbedingt korrigiert werden.




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