Die Lösung zum Bankensterben

15.01.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Schon seit einiger Zeit müssen sich die Banken damit befassen, dass immer mehr Filialen schließen müssen. Die Konkurrenz wird immer größer und nimmt den Banken die Kundschaft weg. Es herrscht eine Kundennot in den Filialen.

Kundennot in Filialen

Es ist das gleiche Spiel in Sparkassen und anderen Banken: die Kundschaft bleibt aus. Die meisten Bankkunden erledigen ihre Geschäfte bequem per Smartphone oder vom Computer aus. Vor allem auf dem Land scheint sich dieser Trend abzuzeichnen. Für die Banken bedeutet, dass das es sich immer weniger lohnt die kleinen Zweigstellen zu unterhalten. Tausende Niederlassungen wurden deswegen in den vergangenen Jahren in Deutschland bereits geschlossen. Das Problematische an dieser Sache ist, dass sich die Regionalbanken damit selbst ihrer eigenen Stärke berauben. Banken müssen nämlich präsent sein, um neue Kunden anzuziehen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Für die Banken muss es eine Lösung geben, die es ihnen erlaubt, die Nähe zum Kunden beizubehalten, ohne dass es für sie zu teuer wird. Die Banken brauchen eine Alternative zum Schließen der Filialen.

Virtuelle Kundenberatung

Eine Bank aus dem Allgäu hat eine Alternative gefunden. Seit einem Jahr gibt es bei der Bank einen Video-Service, der für die Kundenbetreuung zuständig ist. Dieser Service funktioniert so, dass der Kunde sich lediglich vor einen Bildschirm stellen muss, auf dem dann ein Mitarbeiter über eine Live-Schaltung zugeschaltet wird. Durch einen Bewegungssensor wird der Mitarbeiter darüber informiert, dass ein Kunde davorsteht. Die Basis der Technik sind zwei Kameras. Eine filmt den Kunden und die andere den Bank-Mitarbeiter. Überweisungen können über eine Tastatur ausgefüllt werden und dank eines Glasfeldes, können Dokumente digital unterschrieben werden. Die virtuelle Kundenberatung bietet den gleichen Service an, wie der, der an Bankschaltern angeboten wird. Für schwierigere Themen, wie etwa Baufinanzierungen oder Geldanlagen, können Kunden Termine mit den Mitarbeitern in der Filiale ausmachen. Der Vorteil an der virtuellen Kundenberatung ist, dass es nicht Dutzende an Service-Kräften benötigt. Es reichen einige wenige, die gefilmt werden und sich auf den jeweiligen Bildschirm schalten, wenn ein Kunde davorsteht. Die virtuelle Kundenberatung spart Mitarbeiter ein, aber bietet trotzdem die gleiche Kundenberatung, wie eine Filiale vor Ort. Die Idee stammt vom Münchner Flughafen, denn dieser hat ein ähnliches Interesse wie die Bank. Er will seinen Kunden einen persönlichen Service auf weitläufiger Fläche anbieten, der nicht personalintensiv sein darf.

Banking wird digitaler

Es ist nicht zu leugnen, dass die Welt immer digitaler wird und damit auch das Banking. Die Allgäuer VR-Bank schließt mit ihrer Innovation eine offensichtliche Marktlücke. Nach dem Erfolg in einer Filiale wird das Video-System nun auch in anderen Banken eingeführt. Viele Delegationen von Banken interessieren sich für das System. Nicht nur für die Banken bringt das System Vorteile, auch die Kundschaft findet die Video-Beratung gut. Vor allem die jüngere Klientel findet Gefallen an dem neuen Service. Das Leben wird immer digitaler und die Banken müssen über ihr Geschäftsmodell nachdenken, um mithalten zu können. Durch die modernen Fintechs wird es für die Banken immer schwieriger mitzuhalten. In Sachen Technologien hängen die Filialbanken schon seit einiger Zeit hinterher und schaffen es auch nicht aufzuholen.




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