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Die Geschichte des Goldes – Zwischen Hochkultur und Sage

10.07.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Die Geschichte des Goldes lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Im Vergleich dazu ist ein ganz besonderer, aber auch grausamer Teil der Geschichte des Goldes noch gar nicht allzu lange her. Vor knapp 500 Jahren kamen die Spanier zu erheblichem Reichtum, nachdem sie eine ganze Hochkultur auslöschten.

Die Azteken

Die Azteken waren eine mesoamerikanische Kultur, die zwischen dem 14. und dem frühen 16. Jahrhundert existierte. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht kontrollierten die Azteken weite Teile Zentralmexikos mit dem Tal von Mexiko als Zentrum. Das Ende ihrer Herrschaft kam mit dem Einzug der Spanier ins heutige Mexiko im 15. Jahrhundert. Über die Geschichte und Kultur der Azteken existieren keine schriftlichen Quellen aus der Zeit vor der spanischen Eroberung. Grund dafür ist sowohl das Fehlen eines leistungsfähigen Schriftsystems, als auch die Zerstörung anderer Manuskripte durch die spanische Eroberung und christliche Missionierung. Das was über die Geschichte und Kultur vor der Eroberung bekannt ist, stammt zu einem wesentlichen Teil aus mündlichen Überlieferungen, die unter der spanischen Kolonialherrschaft aufgezeichnet wurden. Das was die Spanier an den Azteken aber wohl am meisten interessierte, waren ihre Geschichten über das berühmte Aztekengold.

Das Gold der Azteken

Die Spanier bekamen immer wieder Geschenke von den Azteken, die aus reinem Gold waren. Diese Geschenke weckten die Gier nach Gold bei den europäischen Eroberern. Im 16. Jahrhundert tauchten immer wieder Gerüchte um das sagenumwobene El Dorado (spanisch für „Der Goldene“) auf, welche die Spanier zum Durchsuchen des ganzen Landes anstachelte. Die Gier nach Gold wurde immer größer und somit auch die Transportwege des Goldes. Das Gold wurde von der Pazifikküste aus mit Lasttieren quer durch das heutige Panama bis an die Karibikküste gebracht und von dort aus nach Spanien verschifft. Das Volk der Azteken wurde von den Spaniern im Verlauf des Goldrausches ausgelöscht. Die meisten Gegenstände, die die Azteken aus Gold herstellten, wurden von den Spaniern eingeschmolzen und als Barren zu ihren Schiffen transportiert. Die Spanier vernichteten somit nach und nach einzigartige Schätze und Artefakte der Azteken, welche einen wohl höheren Wert als den des reinen Goldes hatten. Einige der Goldgegenstände blieben allerdings erhalten und der Goldschmuck, der nicht eingeschmolzen wurde, wurde von den Frauen des spanischen Hochadels getragen. Auch gab es Goldmasken, die es bis ans spanische Festland in einem Stück schafften. Die Herstellung dieser Masken war handwerklich sehr präzise, daher konnten die Masken den rauen Seegang überstehen. Das Gold der Azteken machte die Spanier in dieser Zeit zu einem der reichsten Länder in Europa. Mit diesen Gold wurden auch die Kriege und Eroberungen des spanischen Königs finanziert. In Museen gibt es heute noch ein paar wenige Stücke aus dem Goldschatz der Azteken.

El Dorado

Gold besaß schon vor 500 Jahren eine ähnlich große Anziehungskraft wie heute. Aber nicht nur das Aztekenreich war von dem kostbaren Edelmetall angetan, auch die Inkas und Mayas waren fasziniert von dem Rohstoff. Daher ist es kein Wunder, dass die ein oder andere Sage um das Thema Gold entstand. Eine dieser Sagen ist die Legende von El Dorado. Unter diesem Namen wird allgemein ein sagenhaftes Goldland im Inneren des nördlichen Südamerikas verstanden. Die Sage um El Dorado basiert auf einer kolumbianischen Legende, die vor allem die Abenteuerlust in den Spaniern im 16. Jahrhundert erweckte. Die Legende trieb die Konquistadoren zu zahlreichen Expeditionen ins unerforschte Zentralsüdamerika auf der Suche nach Gold und Schätzen. Die Spanier erfuhren von der Legende um El Dorado aus den Erzählungen der gefangen genommenen Muisca. Die Muisca waren ein indigenes Volk Südamerikas mit eigenen Göttern und Traditionen. Eine dieser Traditionen war eine Opfergabe, wenn ein neuer Herrscher sein Amt antrat. Das Opfer wurde vollbracht für den Sonnengott im Bergsee von Guatavita in der Nähe des heutigen Bogotá. Nachts wurden dafür Freudenfeuer entzündet und der nackte Körper des neuen Herrschers wurde mit einer Paste aus Goldstaub überzogen. Zusammen mit vier Adligen fuhr der König dann auf einem Floß zur Mitte des Sees. Auf dem Floß befanden sich viele verschiedene Goldgegenstände und Edelsteine, die ebenfalls dem Sonnengott geopfert werden sollten. Die vier Adligen opferten diese Gegenstände, indem sie diese ins Wasser warfen. Danach sprang der neue König in den See, was dazu führte, dass der gesamte Goldstaub an seinem Körper, zusammen mit den anderen Opfergaben, auf den Grund des Sees sank. Als Beweisstück für die Legende gilt das Goldfloß von El Dorado. Doch bisher konnte kein Goldland gefunden werden.




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