Die Geschichte der Aktie

18.03.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Die Geschichte der Aktie reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Viele der heutigen technologischen Errungenschaften hätten ohne die Aktie vermutlich nie realisiert werden können. Die Aktie ermöglichte nämlich erst, dass die hohen Summen für den technologischen Fortschritt aufgebracht werden konnten.

Die Anfänge der Aktie und der Börse

Aktien sind Wertpapiere, die den Anteil an einer Aktiengesellschaft verbriefen. Die älteste Aktie, oder wenigstens das was heute unter einer Aktie verstanden werden kann, stammt aus dem Jahr 1288 und ist auf einer Urkunde verbrieft. Bei dieser „Aktie“ handelt es sich um die Teilhabe der schwedischen Kupfermine in Falun. Diese Mine besteht sogar heute noch als Aktiengesellschaft. Heute trägt sie den Namen „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“. Seit ihren Anfängen im Jahr 1288 hat sich die Aktie weltweit durchgesetzt und ist einer der wichtigsten Faktoren in der Wirtschaft. Die Geschichte der Aktie durchzieht die letzten Jahrhunderte. Der Handel von Aktien an der Börse begann allerdings erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die Anfänge der Börse gehen auf das Jahr 1409 zurück. In diesem Jahr wurde die erste Börse Mitteleuropas in Brügge in Belgien eröffnet. Mit der heutigen Börse an sich ist sie allerdings nicht vergleichbar. Damals trafen sich lediglich Kaufleute italienischer Herkunft mit Kaufleuten aus Brügge, um Handel zu betreiben. Allerdings wird geglaubt, dass der Begriff „Börse“ aus dieser Zeit stammt. Die Händler trafen sich nämlich im Haus der alten belgischen Kaufmannsfamilie „Van der Beurse“. Es dauerte bis 1585 bis die Frankfurter Börse eröffnete. Sie entwickelte sich im Laufe der kommenden Jahrhunderte zur führenden deutschen Börse.

1600 bis 1900

1602 schlossen sich die reichsten Gewürzhändler Amsterdams zur „Vereinigten Ostindischen Handels-Kompanie“ (V.O.C.) zusammen. Das erste Mal in der Geschichte konnten sich wohlhabende Kaufleute, Provinzen und Städte an einem Unternehmen beteiligen, indem sie Anteile erwarben. Das Besondere daran war, dass dies die ersten Anteile waren, die gehandelt werden konnten, ohne dass die Gesellschaft Kapital zurückzahlen und wieder aufnehmen musste. Die erste deutsche Aktiengesellschaft wurde 1682 von Friedrich Wilhelm von Brandenburg gegründet. Diese trug den Namen „Handels-Compagnie auf denen Küsten von Guinea“. Die ersten allgemein gültigen Gesetze und Regeln zur Gründung von Aktiengesellschaften wurden 1843 in Preußen eingeführt. Mit diesen Gesetzen konnten erstmals auch branchenunabhängige Aktiengesellschaften gegründet werden. Bereits 1870 gab es dann allein in Preußen schon über 400 Aktiengesellschaften. Die meisten von ihnen befassten sich mit neuen Technologien. Eisenbahn-Aktiengesellschaften machten rund 72 Prozent des Gesamtgrundkapitals mit 1,7 Milliarden Mark aus. Das Aktienrecht wurde in diesem Jahr nochmals reformiert und an die Umstände der Zeit angepasst. Die Aktiengesellschaften in Deutschland hatte daraufhin einen so großen Erfolg, dass sie wie Pilze aus dem Boden schossen.

1900 bis heute

1909 gab es in Deutschland über 5.000 Aktiengesellschaften mit einem Gesamtgrundkapital von 14,7 Milliarden Mark. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs schlossen die deutschen Börsen im Juli 1914. Sie öffneten ihre Türen erst rund drei Jahre später wieder. In den Jahren darauf erlebte Amerika einen Wirtschaftsboom, der in rücksichtslosem Spekulieren endete. Höhepunkt der Spekulation war der „Schwarze Freitag“ am 24. Oktober 1929. Dieser Tag ging in die Geschichte ein als der Tag, an dem die Börse zusammenbrach und die Weltwirtschaftskrise auslöste. Die folgenden Jahre waren hart für Verbraucher, Unternehmer und die Börse selbst. Die Börse in Deutschland gewann erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an Bedeutung. Im September 1945 öffnete die Börse in Frankfurt als eine der ersten Wertpapierbörsen in Deutschland wieder. Ihre ursprüngliche Bedeutung konnte sie aber erst nach der Währungsreform von 1948 wiedergewinnen. In der Nachkriegszeit hatten die Börsen in Deutschland eine wichtige Funktion als Kapitalvermittler für den Wiederaufbau des Landes. Sie legten praktisch den Grundstein für das spätere „Wirtschaftswunder“ in Deutschland. Der DAX, der heute zu den bekanntesten und wichtigsten Aktienindizes gehört, wurde 1988 eingeführt.




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