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Die Blockchain-Technologie und ihre Gefahren

27.07.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Die Technologie auf der Bitcoin und andere Kryptowährungen beruhen, lässt sich auch auf andere Produkte übertragen. Viele Anbieter werben mit der „Blockchain-Technologie“ für ihre neuen Produkte, allerdings wissen die Verbraucher dabei nicht, dass es sich meist nicht um die gleiche Technologie handelt wie bei Bitcoin selbst.

Blockchain-Technologie beliebt bei Verbrauchern und Anbietern

Die Blockchain-Technologie, die hinter Bitcoin und anderen Kryptowährungen steckt, ist so beliebt wie nie zuvor. Unternehmen, Berater der Finanzbranche und weitere Akteure versprechen sich großen Erfolg und ungeahnte Möglichkeiten von dieser Technologie. Beispielweise konnte ein Unternehmen, welches ankündigte eine Blockchain-basierte Plattform für Bildrechte mit eigener Kryptowährung anzubieten, seinen Aktienkurs kurzzeitig um das dreifache steigern. Alles nur wegen der Ankündigung, dass das Unternehmen bald mit der Blockchain-Technologie arbeiten wird. Der Innovation rund um Blockchains wird auch großes Potenzial im Handel mit Wertpapieren, Diamanten und Kunstwerken zugeschrieben. Viele Anbieter, die mit Blockchain-Technologie arbeiten, nutzen allerdings nicht mit der gleichen Art Blockchain, die bei Bitcoin verwendet wird. Bei der Bitcoin-Blockchain ist die Grundidee, dass das Vertrauen zwischen den Vertragsparteien ersetzt wird, durch eine Validierungsmethode. Der Gedanke dahinter ist, dass die Transaktion auch zwischen fremden oder hierbei auch anonymen Partnern geschieht.

Wie funktioniert die Blockchain-Technologie bei Bitcoin?

Die Blockchain-Technologie bei Bitcoin funktioniert so, dass etwa alle zehn Minuten die Transaktionen der Nutzer von Bitcoin zu öffentlich einsehbaren Blöcken zusammengefasst werden. Diese sind vergleichbar mit einer Seite in einem Kontobuch. Computer, die an das Bitcoin-Netzwerk angeschlossen sind, verifizieren die Echtheit, indem sie eine komplizierte Rechenaufgabe lösen. Die Rechenaufgabe wird aus Informationen zu den im Block enthaltenen Transaktionen und zum vorangegangenen Block abgeleitet. Diese Verifizierung ist im übertragenen Sinne vergleichbar damit, dass einzelne Seiten eines Kontobuches fortlaufend mit einem Siegelfaden verbunden werden. Nutzer von Bitcoin können selbst aber auch Gewinn machen, indem sie Computerkapazität für die Verifizierung zur Verfügung stellen. Wenn sie zudem zuerst die Rechenaufgabe lösen, werden diese Nutzer mit einer Gebühr von den Auftraggebern der Transaktionen und durch neu geschaffene Bitcoin belohnt. Durch dieses Verfahren ist der Begriff „Mining“ zustande gekommen, welcher auf eine Analogie zum Schürfen von Gold verweist. Die Daten liegen auf vielen Computern und werden überall mit neuen Daten ergänzt. Diese Methode nennt sich „Distributed-Ledger-Technologie“ und bedeutet übersetzt in etwa „Methode dezentraler Kontobücher“.

Die Gefahr der Mehrheitsattacken

Durch die Bekanntheit und vor allem durch die Beliebtheit von Bitcoin verleitet dies viele Anbieter von dezentralen Transaktionsdatenbanken dazu diese als „Blockchain“ anzupreisen. Dabei ist nicht jede verteilte Datenbank eine öffentliche Blockchain so wie bei Bitcoin. Viele dieser Transaktionsdatenbanken sind nur fortschrittliche, zentral kontrollierte, aber verteilte Datenbanken, die vielfältige Zugriffe erlauben. Zudem stellen sie auch sicher, dass alle Teile der Datenbank konsistent aktualisiert werden. Einen Vorteil gegenüber der Bitcoin-Blockchain haben diese Datenbanken allerdings. Sie sind nicht von der Gefahr von Mehrheitsattacken bedroht. Die Gefahr von Mehrheitsattacken war lange Zeit nur eine theoretische Gefahr, doch im Mai diesen Jahres wurde sie zur Wirklichkeit. Mit der sogenannten „51-Prozent-Attacke“ erbeuteten Angreifer Bitcoin Gold im Wert von 18 Millionen Dollar. Bei solchen Attacken bringen die Angreifer mehr als die Hälfte der Rechenleistung im relevanten Netzwerk unter ihre Kontrolle. Die Krypto-Coins, die durch die Rechenleistungen erbracht wurden, werden dann in Waren oder andere Währungen getauscht. Dadurch, dass die Angreifer die Rechenleistungsmehrheit haben, wird die Blockchain derart manipuliert, dass die Transaktionen daraus verschwinden. Die eigentlich ausgegebenen Krypto-Coins gehen somit in den Besitz der Angreifer über, wie auch der bereits ausgehändigte Gegenwert. Die Verkäufer werden so um ihr Geld betrogen. Die Blockchain-Technologie ist in diesem Bereich noch nicht sicher genug, damit größere Transaktionen über sie laufen können. Das Potenzial für Betrug und Sabotage ist dafür noch zu hoch.




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