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Die Bitcoin-Manipulation

15.06.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Kryptowährungen, wie Bitcoin, haben an sich bereits viele Macken und Fehler, die die Investition riskant machen. Nun soll es wohl auch eine Manipulation der digitalen Zahlungsmittel gegeben haben. Aber wie können solche Manipulationen geschehen?

Investigation des US-Justizministerium

Es gab seit langem Spekulationen darüber, ob es zu Manipulationen bei Kryptowährungen kommen kann und vielleicht schon gekommen ist. Das US-Justizministerium hat dazu nun strafrechtliche Untersuchungen eingeleitet. Sie wollen herausfinden, ob Händler den Preis von Bitcoin und anderen digitalen Zahlungsmitteln manipuliert haben. Die Untersuchung konzentriert sich dabei vor allem auf illegale Praktiken, die die Preise beeinflussen können. Zu diesen Praktiken gehört das „Spoofing“ oder die Flutung des Marktes mit gefälschten Orders, um andere Händler zum Kaufen oder Verkaufen zu verleiten. Um dieser Manipulation auf die Schliche zu kommen, arbeiten Bundesanwälte zusammen mit der Commodity Futures Trading Commission und dem Finanzaufseher für Derivate, die an Bitcoin gebunden sind. Im Visier der Ermittler stehen auch die sogenannten Wash Trades. Bei diesen handeln die Betrüger mit sich selbst, um den Eindruck von Marktnachfrage zu erwecken. Diese Methode soll andere Marktteilnehmer dazu verleiten, mit in den Handel einzusteigen. Neben Bitcoin wird vermutet, dass es auch bei der Kryptowährung Ether zu Manipulationen kommen kann.

Spoofing

„Spoofing“ ist die englische Bezeichnung für Manipulation, Verschleierung oder Vortäuschung. In der Informationstechnik steht Spoofing für verschiedene Täuschungsmethoden in Computernetzwerken zur Verschleierung der Identität des Users. Anwender dieser Technik werden „Spoofer“ genannt. Der Begriff Spoofing hat sich seit seiner Entstehung entwickelt. Früher stand das Spoofing ausschließlich dafür, dass IP-Pakete so gefälscht werden, dass die Absenderadresse die Identität eines vertrauenswürdigen Hosts annimmt. Später wurde die Methode auch auf andere Datenpakete angewendet. Heutzutage steht Spoofing für alle Methoden, mit denen sich Authentifizierungs- und Identifikationsverfahren fälschen oder verschleiern lassen, welche auf der Verwendung vertrauenswürdiger Adressen oder Hostnamen in Netzwerkprotokollen beruhen. Das „Phishing“ fällt auch unter die Methode des Spoofing. Seit 2006 wird diese Methode des Spoofing bei Webanwendungen angewendet. Andere Arten des Spoofing sind das „Call ID Spoofing“ und das „URL-Spoofing“.

Welche anderen Risiken bringt Bitcoin mit sich?

Neben den möglichen gezielten Manipulationen bei Bitcoin, hat die Kryptowährung noch andere Risiken und Kontroversen. Bitcoin selbst hat in keinem Land weltweit den offiziellen Status einer Währung. Auch gibt es Kontroversen über die Regulierung von digitalen Zahlungsmitteln, wie Bitcoin. So wäre beispielsweise die gezielte Marktmanipulation durch große Unternehmen in Deutschland nicht einmal strafbar. Bitcoins gelten in Deutschland nicht als Wertpapiere oder Vermögensanlagen und sind somit gesetzlich nicht geschützt. Das Investieren in Bitcoin bringt auch einige Risiken mit sich. So sind irreversible Verluste durch Malware, Datenverlust oder Einbrüchen bei Online-Börsen möglich. Ein weiteres Problem, dass mit Bitcoin einhergeht ist, dass es nicht durch staatliche Kontrolle reguliert wird. Diese komplette Abstinenz von Kontrolle verleitet viele Menschen dazu Bitcoin für kriminelle Handlungen zu benutzen. So werden mit Bitcoin unter anderem Drogen gekauft. Aber auch zum Erwerb von Waffen oder Pornografie werden die digitalen Zahlungsmittel benutzt. Bitcoin kann von Verbrauchern durch das „Mining“ selbst geschöpft werden. Das Problem hierbei ist, um einen Bitcoin zu schöpfen, benötigt es sehr viel Energie. Auch der Handel mit Bitcoin verbraucht einiges an Energie. Eine solche energieverbrauchende Währung wird keine Zukunft haben. Das größte Problem von Bitcoin und allen anderen Kryptowährungen ist aber nach wie vor, dass all diese Zahlungsmittel nur innerhalb einer Blase funktionieren. Derzeit gibt es diese Blase und das Bitcoin-System funktioniert mehr oder weniger. Sollte diese Blase aber platzen, verlieren viele Menschen sehr viel Geld.




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