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Deutsche vertrauen Mobile Payment nicht

20.02.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Was im Rest der Welt bereits Alltag ist, ist für die Deutschen immer noch etwas Neues, dem sie nicht vertrauen. Mobile Payment-Methoden sind hierzulande noch nicht sonderlich beliebt. Aber was haben die Deutschen gegen die mobilen Bezahlmethoden?

Bargeld bleibt Nummer Eins

Deutschland liebt sein Bargeld. Daran hat sich augenscheinlich nichts geändert. Was die meisten Verbraucher aber nicht wissen, ist dass sich langsam aber sicher eine Wende anbahnt. An der Kasse wird von den Deutschen jedoch weiterhin lieber der Geldbeutel aus der Tasche gekramt, anstatt direkt das Smartphone zu nutzen, welches sowieso meist in der Hosentasche steckt. Rund zwei Drittel der Deutschen zahlen lieber mit Bargeld oder mit der Karte und haben noch keinerlei Erfahrung mit den Mobile Payment-Methoden gemacht. Zu dieser Schlussfolgerung kam es nach einer repräsentativen Umfrage von 1.000 Befragten, die von dem Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde. Für dieses Ergebnis gibt es auch einen Grund. Zwei Drittel der Verbraucher, die Mobile Payment nicht nutzen, führen Sicherheitsbedenken als Ursache an, warum sie nicht mit dem Handy an der Kasse zahlen möchten. Einige dieser Verbraucher gaben zudem an, dass Mobile Payment zu lange dauern würde, zu kompliziert sei oder die meisten Händler die Bezahlmethode nicht anbieten würden.

Wende bahnt sich an

Trotz dieser Studie zeichnet sich doch deutlich ein Trend ab, an dem erkennbar ist, dass sich die Deutschen so langsam an Mobile Payment gewöhnen. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank zu Bezahlvorgängen haben 2017 nur sieben Prozent der Befragten schon einmal eine Zahlung mit dem Smartphone getätigt. In einer aktuelleren Umfrage gaben 30 Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal mobil gezahlt haben. Ein Grund für diesen sprunghaften Anstieg werden wohl die Änderungen auf dem derzeitigen Payment-Markt sein. Große Internetkonzerne wie Google und Apple bieten seit 2018 auch in Deutschland entsprechende Apps an, mit denen Kunden der Partnerbanken der Unternehmen mit dem Smartphone zahlen können. Aber auch andere Banken und Anbieter, wie die Sparkassen und VR-Banken, bieten ihren Kunden inzwischen Bezahldienste für ihre Smartphones an.

Vertrauensgrundlage für Bezahlverfahren

Verbraucher, die bereits mit ihrem Smartphone gezahlt haben, haben bestimmte Bezahlsituationen, in denen sie lieber mobil bezahlen, als in anderen. Rund die Hälfte dieser Verbraucher hat ihren Lebensmitteleinkauf mit der mobilen Variante bezahlt. Beim Shopping von Mode, Technik und Möbeln sind es rund 34 Prozent. Nur vier Prozent der Verbraucher nutzten das mobile Bezahlen in Cafés, Bars oder in Restaurants. Hierbei ist es aber möglich, dass in diesen Etablissements noch die Infrastruktur zum mobilen Zahlen fehlt. Es gibt nämlich immer noch Restaurants, in denen nicht einmal mit Karte gezahlt werden kann. In welche Richtung sich das mobile Bezahlen in Deutschland entwickeln wird, ist auch von dieser Infrastruktur abhängig. Aber vor allem ist das Vertrauen der deutschen Verbraucher wichtig für die Richtung der Entwicklung. Generell gilt, dass Verbraucher nur Bezahlmethoden verwenden, denen sie vertrauen können und die möglichst unkompliziert sind. Derzeit sind die Hausbanken noch ganz vorne mit dabei, wenn es um das Vertrauen beim Mobile Payment geht. Aber bereits ein Viertel der Verbraucher, die Mobile Payment verwenden, vertrauen ihre Daten auch Internetunternehmen an.




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