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Deutsche bezahlen weniger mit Bargeld

18.05.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

In den meisten westlichen Ländern zahlen die Verbraucher am liebsten mit der Karte. Das Bezahlen mit Giro- (ehemals EC-Karte) oder Kreditkarte geht einfach, ist schnell und zudem auch noch praktisch. Die deutschen Verbraucher haben sich diesem Trend bisher entzogen und vertrauten stets lieber auf Bargeld. Dies hat sich jetzt aber geändert.

Liebe zum Bargeld wird weniger

Wie das Handelsforschungsinstitut EHI jetzt mitteilte, zahlen die Deutschen immer öfter mit ihrer Karte. Bei einer Studie, die 2018 von dem Institut durchgeführt wurde, kam heraus, dass rund 209 Milliarden Euro per Karte bezahlt wurden. Das sind 12,4 Milliarden Euro mehr als noch 2017. Der Umsatzanteil von Karten stieg damit auf 48,6 Prozent. Damit überholte die Kartenzahlung erstmals das Bargeld. Laut dieser Studie lag der Umsatzanteil von Bargeld bei 48,3 Prozent. Der Vorsprung der Karte zum Bargeld liegt damit zwar nur bei einer Milliarden Euro, aber im Vergleich zu 2017 hat sich einiges getan. 2017 wurde nämlich noch die Hälfte aller Käufe mit Bargeld gezahlt. Die restlichen 3,1 Prozent des Umsatzanteils verteilen sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. Dieses Ergebnis ist überraschend, da Deutschland schon länger bekannt dafür ist, dass die Verbraucher am liebsten mit Bargeld bezahlen.

Deutschland - das Land der Barzahler

In kaum einem anderen europäischen Land wird so viel mit Bargeld bezahlt wie in Deutschland. Dieses Ergebnis ging aus einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor. Deutschland liegt der Studie zufolge auf Platz 29 der 33 untersuchten Länder, wenn es um die Beliebtheit der Zahlung mit Karte geht. Nur in Italien, Griechenland, Rumänien und Bulgarien werden Karten, wie die Girokarte (ehemals EC-Karte) und Kreditkarte, noch weniger eingesetzt als hierzulande. Vorreiter beim bargeldlosen Bezahlen sind die skandinavischen Länder. Allen voran ist dabei Norwegen. Aber auch Länder wie Frankreich, Großbritannien, Russland und Polen liegen weit vor Deutschland beim Thema Kartenzahlung. Eine weitere Studie, diesmal vom Digitalverband Bitkom, zeigt, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bundesbürger sich nicht vorstellen kann auf Münzen und Scheine zu verzichten. Grund dafür ist unter anderem, dass die deutschen Verbraucher Sicherheitsbedenken bei elektronischen Zahlungen haben.

Aufholbedarf

Auch wenn kleine Beträge immer noch am liebsten mit Bargeld bezahlt werden, so greifen die Deutschen bei kleinen Beträgen auch gerne mal zur Karte. Ein Grund dafür ist vor allem das kontaktlose Zahlen mit der Karte. Beim kontaktlosen Zahlen mit der Karte wird per NFC-Chip („Near Field Communication“) bezahlt. Dafür müssen Verbraucher nur ihre Karte an einen bestimmten Scanner am Bezahlterminal halten und der Betrag wird von ihrem Konto abgebucht. Je nach Karte beträgt das Limit für den kontaktlosen Bezahlvorgang 25 oder 50 Euro. Sollte diese Grenze überschritten werden, müssen Verbraucher ihre PIN eingeben oder für ihren Einkauf unterschreiben. Die Kartenzahlung hat zwar nun zugenommen, aber es herrscht im europäischen Vergleich immer noch ein Aufholbedarf bei den deutschen Verbrauchern. Aber nicht nur die Kartenzahlung ist in Deutschland weniger beliebt als in anderen Ländern, auch das Bezahlen mit dem Smartphone muss noch aufholen. Es gibt mittlerweile verschiedene Methoden, um mit dem Smartphone zu zahlen, aber die Deutschen haben diese Zahlungsmethode noch nicht wirklich für sich entdeckt. Möglich machen das Bezahlen mit dem Smartphone vor allem Google Pay, Apple Pay und PayPal.




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