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Der Traum vom Eigenheim und die richtige Finanzierung

13.04.2018
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Der Traum von einer eigenen Immobilie beginnt meist mit der Finanzierung. Zukünftige Hausbesitzer haben eine große Auswahl an unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten ihres Objektes. Gerade deshalb müssen die Bauherren genau aufpassen welchen Weg der Finanzierung sie wählen. Die Stiftung Warentest hat in ihrem neuesten Finanztest (04/2018) die besten Kreditanbieter aufgelistet und erklärt worauf zu achten ist.

Stiftung Warentest

Die deutsche Verbraucherorganisation „Stiftung Warentest“ hat zum Thema „Eigenheim finanzieren“ einen großen Kreditvergleich herausgebracht. In diesem Vergleich wurden die untersuchten Angebote auf Leistungen und Konditionen geprüft und bewertet. Es wurden zusätzlich Tipps für die Auswahl des besten Kredites gegeben. Stiftung Warentest untersucht üblicherweise nicht alle Anbieter auf dem Markt, sondern nur eine bestimmte Anzahl. Bei diesem Vergleich wurden 102 Anbieter, darunter 91 Banken, Vermittler und Versicherer sowie 11 Bausparkassen getestet. Der Test bezog sich auf 5 Modellfälle.

Worauf ist zunächst beim Kauf zu achten?

Zunächst sollte auf den richtigen Zeitpunkt für den Kauf geachtet werden. Aufgrund von historisch niedrigem Baugeld und der EU-weiten Niedrigzinsphase ist es momentan sehr lohnenswert sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Trotz der günstigen Kreditkonditionen sollten sich Interessierte aber nicht mit dem erstbesten Kreditangebot zufrieden geben. Zunächst sollten verschiedene Angebote gegenübergestellt und verglichen werden. Es ist außerdem immer ratsam die Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist auch, dass beim Vergleich der Angebote nicht nur auf die Zinsen geachtet wird, sondern darauf, dass das Angebot individuell an den Kunden angepasst ist.

Die eigenen Finanzen

Stiftung Warentest rät allen Bauherren, dass sie sich vor Beginn der Finanzierung über ihre eigenen Finanzen bewusst werden. Künftige Eigenheimbesitzer müssen genau wissen welche Kosten auf sie zu kommen, wie sich diese verteilen und wie viel sie selbst überhaupt besitzen. Bei der Finanzierung und Kostenplanung des Eigenheimes müssen auch die Nebenkosten miteinkalkuliert werden. Das Eigenkapital sollte mindestens zwischen zehn und zwanzig Prozent des Kaufpreises abdecken. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass je mehr Eigenkapital mit in die Finanzierung einfließt, umso niedriger sind die Zinsen für den Kredit. Nur bei dauerhaft hohem Einkommen, kann ein Hauskauf ohne Eigenkapital akzeptabel sein. Aber auch dieses Einkommen muss sicher sein. Selbstständige sollten solide Einkünfte über mehrere Jahre erzielt haben, um Baufinanzierer von ihrer Zahlungskraft zu überzeugen. Das sofort verfügbare Eigenkapital ist ein wichtiger Faktor beim Kauf des Eigenheims. Alle Guthaben, etwa von Tagesgeldkonten, Girokonten, Sparverträgen und Wertpapierdepots sollten aufgelistet werden, damit eine genaue Übersicht geschaffen wird. Diese Guthaben sollten außerdem einen Verweis erhalten, ob das Geld sofort oder später für Sondertilgungen verfügbar ist oder eben nicht. Es ist auch ratsam, dass bereits im Vorhinein zehn Prozent des Budgets für den Umzug und Renovierungsarbeiten miteinkalkuliert werden. Das Budget muss die Gesamtkosten abdecken können. Zu den Gesamtkosten kommen, zusätzlich zu Kaufpreis und Nebenkosten, noch Notar- und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer und unter Umständen eine Maklerprovision hinzu. Diese zusätzlichen Kosten können bis zu 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen.

Angebote unbedingt vergleichen

Kreditangebote lassen sich am besten anhand des Effektivzinses vergleichen. Dies ist jedoch nur möglich bei identischer Zinsbindungsfrist. Kleine Zinsunterschiede können leicht mehrere tausend Euro Unterschied ausmachen. Je länger die Zinsbindungsfrist, desto stärker der Effekt. Eine Alternative hierzu sind Bauspar-Kombikredite über 18 bis 28 Jahre. Die Bausparkasse gewährt dabei ein Darlehen, für welches der Kunde nur die Zinsen, aber keine Tilgung zahlen muss. Gleichzeitig spart der Kunde Guthaben auf einem Bausparvertrag an. Sobald dieser zugeteilt wird, löst er damit das Vorabdarlehen ab. Der Vorteil bei dieser Art der Finanzierung ist, dass sich Zulagen und Steuervorteile aus der staatlichen Riester-Förderung für die Finanzierung nutzen lassen können.

Die Sieger des Tests

Obwohl die eigentlichen Gewinner des Tests natürlich die Verbraucher sind, schnitten einige Anbieter sehr viel besser ab als andere. Die größten Zinsunterschiede gab es im Test mit Volltilgerdarlehen. Fünf Anbieter boten Volltilgerdarlehen mit Zinsen für unter zwei Prozent an. Die Anbieter der Volltilgerdarlehen, die am besten abgeschnitten haben, sind: Dr. Klein, die Hypovereinsbank, die Targobank, Enderlein und Planethyp. Bei der Wahl der geeigneten Baufinanzierung raten die Verbraucherschützer zu prüfen, welche weiteren Konditionen Banken, Vermittler und Bausparkassen bieten, um das Eigenheim zu finanzieren. Beispielweise ob es eine besonders lange Zinsbindung gibt oder Sondertilgungen möglich sind. Sondertilgungen waren bei 84 der 102 untersuchten Anbieter bis zu einer Höhe von jährlich zehn Prozent möglich. Die längste Zinsbindung boten in diesem Vergleich Accedo, Geld und Plan sowie Baugeld Spezialisten mit 45 Jahren Zinsbindung. Stiftung Warentest empfindet lange Zinsbindungsfristen für sinnvoll. Die Hypovereinsbank bietet beispielsweise Zinsen für nur 1,93 Prozent bei einer Zinsbindung von 25 Jahren an. Auch manche Bauspar-Kombikredite schnitten gut im Test ab. Vor allem von der Axa, welche eine Zinsbindung von zehn Jahren hat, mit Zinsen für weniger als ein Prozent.




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