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Das Spiel mit den Zusatzgebühren bei der Reisebuchung

12.03.2016
Bildquelle: © Clarita | Dreamstime Stock Photos

Der Kreditkartenvergleich gilt als äußerst transparent. Für die Online-Buchung von Flügen kann man das zweifelsohne nicht behaupten. Zwar ist es in Deutschland verboten, den Endpreis einer Buchung nicht sofort anzuzeigen, doch Buchungsportale wissen das geschickt zu umgehen. Die Buchung zum Einstiegspreis ist zwar möglich – aber nur mit äußerst seltenen Zahlungsmitteln.

Wer eine Karte aus dem Kreditkarten-Vergleich im Geldbeutel hat, der geht gewöhnlich davon aus, mit dieser auch überall bezahlen zu können – und zwar ohne gravierende Zusatzkosten. Bei Flugbuchungen ist allerdings genau das oft nicht der Fall, denn viele Online-Reisebüros versuchen, Kunden durch Tricks von einer Buchung zu überzeugen. Bei einigen Anbietern ist der Einstiegspreis, der über Meta-Suchmaschinen dargestellt wird, nahezu nicht zu erzielen. Der Grund: Der Preis gilt meist nur für ein einziges Zahlungsmittel. Einer der größten Anbieter bietet die Bezahlung beispielsweise nur mit der hauseigenen Kreditkarte, die kaum einer hat, an. Ein anderer großer Anbieter setzt auf eine kostenlose Zahlungsmethode, die man in Deutschland kaum nutzen kann.

Rügen bleiben bislang aus

Obwohl viele Reisebüros die Gesetze bislang geschickt umgehen, hat sich bislang wenig getan. Eigentlich sind die Online-Reisebüros dazu gezwungen, mindestens eine kostenlose Zahlungsmethode anzubieten. Damit aber noch nicht genug, ein Gerichtsurteil hat klar festgestellt, dass es sich um eine gängige Zahlungsmethode handeln muss. Viele der größten Anbieter bieten die Zahlung mit einer solchen aber eben genau nicht an. Stattdessen werden ominöse Zahlungsmethoden angeboten. Wer dann doch mit einer normalen Karte aus dem Kreditkarten-Vergleich bezahlen will, der wird im letzten Buchungsschritt noch einmal richtig zur Kasse gebeten. Bis zu 25 Euro soll die Zahlung mit einer anderen Kreditkarte dann kosten – selbst bei einem Flugpreis von weit unter 50 Euro.

Zahlungsentgelte sollen komplett verschwinden

Kunden, die sich über das Verhalten der Online-Reisebüros aufregen, können sich allerdings Hoffnungen machen. Schon in Kürze will die Europäische Union eine Regelung vorstellen, die Zusatzgebühren komplett verbietet. Das bedeutet, dass kein Händler online eine Gebühr dafür in Rechnung stellen darf, dass ein Kunde auf die Zahlung mit einer Karte aus dem Kreditkarten-Vergleich setzt. Bis die Regelung allerdings umgesetzt wird, könnten noch einige Jahre vergehen. Dennoch darf man sich darauf freuen, dass Zahlungsentgelte mittelfristig komplett verschwinden werden. Dadurch darf man zukünftig wohl tatsächlich auch darauf bauen, dass man den angezeigten Preis am Ende auch bezahlen kann. Das könnte auch den Online-Reisebüros selbst guttun, denn Transparenz erfreut am Ende auch die Kunden. Der Kreditkarten-Vergleich wäre ohne Transparenz beispielsweise auch keineswegs so beliebt!

Airlines selbst halten sich ebenfalls nicht zurück

Alles auf die bösen Online-Reisebüros zu schieben, ist allerdings auch nicht die richtige Lösung. Zu sehr sind die Airlines auch selbst daran beteiligt, Kunden bei der Bezahlung abzuzocken. Egal ob bei Air Berlin oder bei der Lufthansa – die Zahlung mit Kreditkarte kostet jeweils mindestens fünf Euro. Bei der Lufthansa liegt der Betrag sogar noch deutlich höher, wenn es um die Buchung eines Interkontinentalflugs geht. Auch diese Entgelte werden zukünftig wohl verschwinden, ärgerlich sind sie für Kunden bislang dennoch. Wer noch Alternativen zu seiner Karte aus dem Kreditkartenvergleich hat, der findet bei den Fluggesellschaften aber meist eine kostenfreie Bezahlweise. Bei der Lufthansa etwa ist die Zahlung per Lastschrift immer umsonst.




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