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Bargeldlos bezahlen mit M-Pesa

13.09.2018
Bildquelle: https://www.vodafone.com

Bargeldlose Bezahlsysteme sind gerade im Trend und werden von immer mehr Verbrauchern zunehmend favorisiert. Vodafone hat die bargeldlosen Bezahlsysteme bereits vor über 10 Jahren eingeführt und hatte damit wohl den richtigen Riecher. Als Vorreiterland für die bargeldlosen Bezahlsysteme von Vodafone gilt Kenia. Der Erfolg des Systems in Kenia stellte die Weichen für den internationalen Erfolg von „M-Pesa“.

Was ist M-Pesa?

In Kooperation mit dem britischen Kommunikationsunternehmen „Vodafone“ hat die kenianische Mobilfunkfirma „Safaricom“ bereits 2007 ein System für mobiles Bezahlen eingeführt. Das System heißt „M-Pesa“ und setzt sich aus dem Kürzel „M“ für mobile und dem aus dem Swahili stammenden Wort „Pesa“ für Bargeld. Damit ermöglicht Vodafone seinen Kunden den bargeldlosen Zahlungsverkehr über ihre Mobiltelefone abzuwickeln. Für die Benutzung dieses Systems wird nicht einmal ein Bankkonto benötigt. Nutzer können sich über sogenannte „M-Pesa-Agents“ Bargeld von ihrem elektronisch geführten Guthaben ein- und auszahlen lassen. Als „Agents“ fungieren bei M-Pesa-Niederlassungen der kooperierenden Mobilfunkgesellschaften, aber auch die Inhaber von Tankstellen, Supermärkten und Handyläden. Auf dieser Basis können die Kunden ihr Guthaben an andere Nutzer senden. 2012 hat sich M-Pesa durch die Erweiterung ihres Angebots um die Spareinlagen-, Termingeld- und Kreditfunktion vergrößert. Diese Erweiterungen werden unter dem Namen „M-Shwari“ vermarktet. Das System nähert sich mit diesen Eigenschaften der Funktionalität einer regulären Bank an.

Wie funktioniert M-Pesa?

Neben der bargeldlosen Übertragung zwischen M-Pesa-Agents und M-Pesa-Kunden bietet das System auch die bargeldlose Übertragung von Geld zwischen den Kunden sowie die Möglichkeit Prepaid-Gesprächsguthaben zu kaufen. Dieses Guthaben wird als „Airtime“ bezeichnet und kann als Ersatzwährung fungieren. Die direkte Übertragung der Ersatzwährung geschieht dabei zwischen den Kunden von Safaricom. Kunden nutzen M-Pesa aber auch auf eine Weise, die vom Anbieter ursprünglich nicht vorgesehen war. Sie benutzen es nämlich auch als elektronische Geldbörse. Das Bezahlsystem kann auch als eine Alternative zu regulären Bankkonten oder einer Kreditkarte angesehen werden. Bankkonten sind vor allem für Verbraucher im ländlichen Bereich Kenias nicht unbedingt immer erreichbar. Es gibt im ländlichen Bereich nämlich nicht genügend Bankfilialen und Geldautomaten. Auch haben viele Verbraucher oftmals aufgrund ihres geringen Einkommens nicht die Möglichkeit ein Bankkonto zu eröffnen oder eine Kreditkarte zu bekommen. M-Pesa stellt hier eine Ersatzlösung für diese Verbraucher dar.

Wie verbreitet ist M-Pesa?

Bevor M-Pesa offiziell in Kenia eingeführt wurde, gab es eine Testphase im Oktober 2005. An der Testphase nahmen acht Agents und 500 Kunden teil, die mit kostenlosen Mobiltelefonen ausgestattet wurden. Nach der erfolgreichen Testphase wurde das System im März 2007 als regulärer Dienst eingeführt. Einen Monat nach seiner Einführung hatten sich bereits 20.000 Kunden registriert. Nur ein Jahr nach seinem Start hatte M-Pesa in Kenia rund 1,6 Millionen Nutzer. Zu diesem Zeitpunkt entsprach das etwa einem Drittel aller Safaricom-Kunden und fast fünf Prozent der kenianischen Bevölkerung. Mit der Zeit nahm der Erfolg von M-Pesa zu und 2011 hatte der Service 14,9 Millionen Kunden. Da das Konzept von M-Pesa so gut in Kenia funktioniere, hat Vodafone den Service auch in anderen Ländern eingeführt. Im Februar 2008 hat Vodafone mit der Mobilfunkfirma „Roshan“ einen ähnlichen Dienst mit dem Namen „M-Paisa“ für Afghanistan eingeführt. In Afghanistan wird der Dienst unter anderem von Unternehmen für die Auszahlung von Gehältern an Mitarbeiter genutzt. Im Zuge des großen Erfolgs des Services folgten unter anderem auch Kooperationen in Tansania, auf Fidschi, im Kongo, in Indien, Mosambik, Lesotho sowie mit der Bezeichnung „Vodafone Cash“ in Ägypten. Europa erreichte der Dienst 2014, denn Rumänien ist das erste europäische Land, welches den Service anbietet.




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