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Das Auslandseinsatzentgelt als Fremdwährungszuschlag bei Kreditkarten

06.01.2014
Auslandseinsatzentgelt bei Kreditkarten

Nach einer Auslandsreise finden Kreditkartennutzer auf ihrer Kreditkartenabrechnung häufig den Posten des Auslandseinsatzentgelts vor. Dieses verteuert die Zahlung mittels der Kreditkarte im Ausland. Als Abkürzung für das Auslandseinsatzentgelt ist AEE möglich. Der Fremdwährungszuschlag gilt als Entgelt für die zusätzlich zur Abrechnung zu erbringende Leistung der Währungsumrechnung.

Ausland und Auslandseinsatzentgelt bei Kreditkarten

Hinsichtlich der Kreditkartenabrechnung gilt als Inland nicht nur Deutschland, sondern der gesamte Euro-Währungsraum. Somit fallen für Zahlungen in Euro innerhalb der Währungsgemeinschaft keine Zusatzkosten an; das darauf bezugnehmende Verbot ist gesetzlich geregelt. Für die Berechnung entsprechender Kosten besteht innerhalb der Währungsgemeinschaft keine Veranlassung, da die Kreditkartengesellschaft keine Umrechnung der getätigten Umsätze in eine andere Währung vornehmen muss.

Sollte die Bezahlung innerhalb der räumlichen Geltung des Währungsraumes gemäß der Absprache der Handelspartner ausnahmsweise in einer Fremdwährung erfolgen, ist die Berechnung eines Auslandseinsatzentgelts hingegen zulässig; das gilt selbst bei in Deutschland abgewickelten Zahlungen. Für private Kreditkartennutzer ist diese Sonderregel selten anzuwenden, da die freiwillige Vereinbarung der Nutzung einer Fremdwährung zwar statthaft, aber nur in einigen Bereichen wie dem Goldhandel und dem Erdölhandel zwischen Geschäftsleuten verbreitet ist.

Für die Berechnung des Auslandsentgelts unerheblich ist, ob sich der Kreditkarteninhaber in das entsprechende Ausland begeben oder den Kauf über das Internet abgewickelt hat. Wenn der Kauf bei einem in den USA ansässigen Händler erfolgt und in Dollar abgewickelt wird, darf die Kreditkartengesellschaft den Fremdwährungszuschlag berechnen. Nicht eindeutig beantworten lässt sich die Frage, ob ein entsprechender Zuschlag auch erhoben werden darf, wenn der amerikanische Händler die Zahlung in Euro akzeptiert. In diesem Fall handelt es sich faktisch um einen Auslandseinsatz, da der Händler als Geschäftspartner außerhalb des Euro-Währungsraumes ansässig ist, aber nicht um einen Fremdwährungsumsatz. Maßgeblich ist in diesem Fall, ob der Emittent der Kreditkarte den Zuschlag als Auslandseinsatzentgelt oder als Fremdwährungszuschlag bezeichnet. Die Höhe des Entgeltes für den Auslandseinsatz der Kreditkarte beläuft sich vorwiegend auf Beträge zwischen 1,5 und 1,95 Prozent des jeweiligen Umsatzes.

Fällt der Fremdwährungszuschlag bei jeder Kreditkarte an?

Die Kreditkartengesellschaft kann das Auslandseinsatzentgelt verlangen, wenn sie in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis auf den Fremdwährungszuschlag hinweist. Einige Kreditkarten sind mit für den Nutzer günstigen Regelungen verbunden, indem der Auslandszuschlag in bestimmten Ländern nicht anfällt. Der Verzicht auf das Auslandseinsatzentgelt bezieht sich häufig auf die nicht oder noch nicht an der Euro-Währungsunion teilnehmenden Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Teilweise werden auch die Länder des EWR und die Schweiz in die Liste der Staaten aufgenommen, in welchen beim Kreditkarteneinsatz keine Zusatzkosten anfallen. Das gilt immer auch für getätigte Umsätze bei dort ansässigen Händlern über das Internet.

Einige türkische Banken geben Kreditkarten aus, bei welchen der Fremdwährungszuschlag außer innerhalb des EU-Währungsraumes in der Türkei nicht anfällt. Für häufig verreisende oder umfangreich bei ausländischen Händlern im Internet einkaufende Kartennutzer bietet sich eine Kreditkarte wie die Global MasterCard - Premium für Privatpersonen oder die Global MasterCard - Business für Unternehmen an, bei welcher der Fremdwährungszuschlag weltweit entfällt.




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