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Aktienkurs von Wirecard erholt sich

04.05.2019
Bildquelle: https://www.wirecard.de/

„Jede Publicity ist gute Publicity“ ist ein Sprichwort, welches vielleicht für die Stars und Sternchen gilt, aber bei Finanzdienstleistern kann eine Negativschlagzeile schon für den Fall des Aktienkurses sorgen. Dies geschah auch dem Start-up Wirecard. Mittlerweile geht es dem bayerischen Unternehmen wieder besser. Zuletzt konnte Wirecard einen neuen Investor für sich gewinnen.

Neuer Investor für Wirecard

Das Zahlungsdienstleistungsunternehmen Wirecard hat nun die japanische „Softbank“ als Ankeraktionär gewinnen können. Die Softbank ist ein japanischer Telekommunikations- und Medienkonzern mit verschiedenen Unternehmensbereichen, wie E-Commerce, Finanzen und Robotik. Die Softbank hat bereits in Unternehmen wie das amerikanische Personenbeförderungsunternehmen „Uber“ investiert. Laut Forbes ist der japanische Konzern auf Platz 39 der weltgrößten Unternehmen. Im Juni 2018 kam das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von rund 75 Milliarden Euro. Wirecard und die Softbank wollen in Zukunft enger miteinander arbeiten und kooperieren. Die Softbank will beispielsweise Wirecard beim Eintritt in den japanischen und südkoreanischen Markt helfen. Der Aktienkurs von Wirecard legte nach dieser Meldung deutlich zu. Besonders für Anleger ist die Nachricht vom Einstieg der Softbank in das bayerische Start-up beruhigend. Das japanische Unternehmen möchte nämlich in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren.

Verstoß gegen Bilanzregeln

Ein Investor wie die Softbank kommt dem Zahlungsdienstleistungsunternehmen Wirecard wie gerufen. Wirecard hat nämlich ein hartes Jahr hinter sich. Einige Negativschlagzeilen ließen den Aktienkurs des Unternehmens schnell und tief sinken. Mittlerweile konnte sich dieser wieder einigermaßen erholen, ist aber immer noch rund ein Fünftel von seinem alten Kurs entfernt. Hintergrund des Falls des Aktienkurses war ein Artikel der britischen Finanzzeitung „Financial Times“. Der Artikel handelte davon, dass ein Manager von Wirecard Verträge gefälscht haben soll. Mit Hilfe dieser soll der Manager große Geldsummen überwiesen haben. Wie befürchtet zerstörte dieser Skandal teilweise das Vertrauen zwischen Wirecard und seinen Kunden. Mittlerweile hat sich ergeben, dass sich die Anschuldigungen aus dem Artikel bewahrheitet haben. Wirecard hatte eine Anwaltskanzlei in Singapur damit beauftragt Untersuchungen in diesem Fall anzustellen. Diese Untersuchungen haben ergeben, dass Mitarbeiter in Singapur tatsächlich gegen Bilanzregeln verstoßen haben. Die Verstöße waren aber nicht so schlimm, wie die Financial Times es darstellte. Die Börsenaufsicht und die Münchner Staatsanwaltschaft ermitteln in diesem Fall weiter.

Mehr Transparenz

Der genaue Verstoß gegen die Bilanzregeln waren sogenannte „Short-Attacken“. Short-Attacken sind ein Kursmanöver, bei dem Spekulanten eine Aktie gezielt zum Absturz bringen. Die Leerverkäufer leihen sich gegen Gebühr Aktien und verkaufen diese. Sinkt anschließend der Kurs, können sie die Papiere günstiger einkaufen und den Eigentümern zurückgeben. Die Differenz zwischen Ver- und Einkaufspreis bleibt als Gewinn. Wirecard musste sich bereits 2008 und 2016 mit solchen Attacken befassen. Damit dies in Zukunft nicht mehr geschehen kann, will Wirecard mit mehr Kennzahlen für eine größere Transparenz sorgen. Auch sollen die Abteilungen überdurchschnittlich ausgebaut werden, die das operative Geschäft beaufsichtigen. Seit der Gründung von Wirecard 1999 konnte das Unternehmen vor allem in den letzten Jahren erheblich wachsen. Grund dafür sind vor allem Übernahmen, die das Unternehmen wachsen ließen. Dies machte die Aufsicht über die Einhaltung von gesetzlichen Regeln schwer und Wirecard war darauf nicht vorbereitet.




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