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20 Jahre Euro

31.01.2019
Bildquelle: Michaela Zimmermann / MZ-Datenservice

Nun sind es bereits zwei Jahrzehnte seit der Einführung des Euros. Die Umstellung von der D-Mark auf den Euro fiel vielen schwer und noch immer ist die alte Währung im Umlauf. Viele sehnen sich nach der alten Währung und das nicht grundlos. Der Euro ist dem Untergang geweiht, wenn sich nichts verändern sollte.

Erfolgreich trotz aller Schwierigkeiten

Als am 1. Januar 1999 der Euro als neue Währung in zwölf EU-Staaten eingeführt wurde, rühmten Politiker diesen Schritt als äußerst wichtig für die Vollendung der europäischen Einigung. Nach 1999 kamen noch neun weitere Länder zur Währungsunion hinzu. Gemessen an seiner Verbreitung und seinem internationalen Gewicht kann der Euro als Erfolg angesehen werden. Er wird von 340 Millionen Menschen genutzt und ist mit einem Anteil von 36 Prozent aller Zahlungen weltweit die zweitwichtigste Währung hinter dem US-Dollar. Trotz all dem war das Jubiläum des Euros ein ziemlich trostloses. Das ist aber nicht wirklich ein Wunder. Europa ist so zerstritten, wie schon lange nicht mehr. Populisten gewinnen an Auftrieb, es kommt immer mehr zu wirtschaftlicher Stagnation, im Süden steigt die Arbeitslosigkeit und im Norden sind die Zinsen auf einem Langzeittief. Daher ist es ungewöhnlich, dass es unserer Währung derzeit sehr schlecht geht.

Krisen schwächen

Bereits von Beginn an sahen Ökonomen die Einführung des Euros als kritisch an. Die zusammengebundenen Volkswirtschaften in der Eurozone seien zu umstritten, um als eine Währungsunion zu funktionieren. Damit hatten diese auch nicht ganz unrecht. Die Schwächen des Euros zeigten sich bereits während der Finanzkrise 2008. Es folgte eine schwere Rezession. Die sogenannte „Eurokrise“ führte die Währungsunion bereits 2012 in die nächste Rezession. Für viele war damit das Ende des Euros offensichtlich. Allerdings wurde dabei die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Vehemenz und ihr enormer Einsatz, um den wankenden Euro zu stützen, zunächst übersehen. Dies zeigte sich aber vor allem nach dem Drama um Griechenland Mitte 2012. Aber auch, wenn die EZB sich so für den Euro einsetzt, sollte doch die wichtigste Frage nicht außer Acht gelassen werden. Nämlich inwieweit der Euro tatsächlich zur Integration Europas beiträgt.

Wie sieht die Zukunft des Euros aus?

Die Argumente gegen den Euro sind nicht ohne Grund. Der Euro führt unter anderem dazu, dass Länder wie Italien nicht einfach ihre Währung abwerten können. Genau das wäre aber notwendig, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Die Gemeinschaftswährung schadet somit Ländern, die wirtschaftlich schwächer gestellt sind. Aber nicht nur die Problemländer tragen Schaden, sondern auch die Länder, denen es gut geht. Das Zahlungsausgleichssystem der Währungsunion zwingt Länder, denen es wirtschaftlich gut geht, Problemländer zu finanziell zu unterstützen. Im Idealfall würde dieses Geld wieder zurückgezahlt werden, aber wenn der Euro zerbricht, ist das Geld verloren. Das Ungleichgewicht ist aber nicht das einzige Problem des Euros. Es gibt auch ein Zinsungleichgewicht zwischen Norden und Süden, welches dazu führt, dass im Norden weniger in produktivitätssteigernde Maßnahmen investiert wird. Für den Süden ist die Währung immer noch zu stark und verhindert eine wirtschaftliche Erholung über den Export. Es ist wohl nicht zu bestreiten, dass der Euro viele Probleme hat und damit die Währungsunion nicht komplett auseinandergerissen wird, müssen die Mitgliedsländer zunächst in einen Gleichschritt geraten. Zu große Ausreißer nach oben oder unten darf es in einer Währungsunion nicht geben, sonst wird es schwierig, das Haus zusammenzuhalten. Wie es um die Zukunft des Euros aussieht, ist nicht klar, aber es ist offensichtlich, dass der Euro nicht weitere 20 Jahre bestehen bleiben kann, wenn sich nichts ändert.




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